zweitwohnungen
18.02.2010
In Silvaplana werden «kalte Betten» teuer
(© Swiss-Image)
Besitzer von Ferienwohnungen werden in Silvaplana im Oberengadin mit einer neuen Steuer zur Kasse gebeten. Die Gemeinde erhebt als erste im Kanton Graubünden ab Anfang 2011 eine Abgabe auf «kalte Betten».

Bezahlt werden müssen zwei Promille des Vermögenssteuerwertes. Die Gemeindeversammlung genehmigte die neue Bestimmung im Baugesetz am Mittwochabend deutlich, wie die Gemeinde mitteilt. Nach Schätzungen der Behörden beträgt die Abgabe für eine nicht weitervermietete Wohnung mit dreieinhalb Zimmern zwischen 800 und 1200 Franken pro Jahr.

Die Steuer im Sinne einer Lenkungsabgabe soll raumplanerischen Zielen dienen und die Nachfrage nach Zweitwohnungen dämpfen respektive deren Auslastung erhöhen. Sie werde sowohl vom Kanton als auch vom Bund zur Förderung der Erst- und zur Einschränkung der Zweitwohnungen empfohlen, so die Gemeinde.

Die Bündner Regierung verpflichtete Ende letzten Jahres 35 Gemeinden in Tourismusgebieten mit einer Richtplan-Ergänzung dazu, bis Mitte 2013 Vorschriften zu erlassen, um dem unkontrollierten Zweitwohnungsbau mit «kalten Betten» Schranken zu setzen (Neuer Richtplan ab sofort verbindlich). Vermietete Ferienwohnungen, so genannte «warme Betten», sind von der Limitierung nicht betroffen. (rom/sda)

 

  
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