«Die Filiale in Freiburg hat nach und nach Angestellte entlassen, die aus nicht-europäischen Ländern stammen», sagt Abraham Belay, Sprecher des entlassenen Arbeiterkollektivs. Seit Ende 2008 seien elf Personen aufgrund ihrer Herkunft entlassen und durch Arbeitnehmende mit italienischer Abstammung ersetzt worden. Tatsächlich sucht die Molino AG auf ihrer Website gezielt nach Italienerinnen und Italienern. Unter «Offene Stellen» bei Molino ist zu lesen: «Sie sind italienischer Herkunft und verfügen über ein selbständiges Qualitätsdenken...»
Bereits mit italienischer Küche vertraut
Der Zürcher Hauptsitz des Unternehmens mit 17 Restaurants in der Schweiz bestätigt in einem Communiqué: «Seit 1988 bevorzugen wir bei der Rekrutierung von neuem Personal Mitarbeitende italienischer und lateinischer Herkunft.» Diese seien bereits mit dem Konzept der Restaurantkette vertraut, namentlich mit der italienischen Küche. «Wir mussten uns von mehreren Angestellten trennen, das hat aber nichts mit Diskriminierung zu tun», heisst es weiter. Ein ähnlicher Fall sei kürzlich vom Freiburger Gericht als gerechtfertigt eingestuft worden.
Gesetzeslücke: Rassismus im privaten Raum
«Der Fall legt eine Gesetzeslücke offen», erklärt Elie Elkaim, Präsidentin des westschweizer Verbandes gegen Rassismus. In der Schweiz existiere kein Gesetz, welches die Diskriminierung im privaten Rahmen verbiete, worunter auch das Arbeitverhältnis fällt. Im Moment seien im Strafgesetzbuch nur rassisstische Anfeindungen im öffentlichen Raum verankert. Dazu gehörten zum Beispiel öffentliche Angriffe aufgrund der Religion oder Hautfarbe eines Menschen, nicht aber dessen Nationalität.
Laut Doris Angst, Direktorin der Eidg. Kommission gegen Rassismus (EKR) haben die Betroffenen aus Freiburg einzig die Möglichkeit, Beschwerde beim Kantonsgericht einzureichen. Sollte dieses im vorliegenden Fall eine Diskriminierung feststellen, was eine Verletzung des Verfassungsartikels der Nicht-Diskriminierung bedeuten würde, wäre dies laut Angst aber etwas ganz Neues. (rom/sda)
Die Pfortenhalle des Klosters St. Johann in Müstair (GR) ist restauriert worden. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden auch ein Teil der Renaissance-Wandmalereien freigelegt.
Eine Tasse Café crème kostet im Deutschschweizer Schnitt erstmals über 4 Franken. Der Branchenverband Cafetiersuisse führt diesen Preisanstieg auf die Sozialkosten und die seit Jahresbeginn höhere Mehrwertsteuer zurück.
Nach der Berner Stadtregierung fordert nun auch der Gemeinderat von Köniz, dass der Flughafen Bern-Belp die Flugbewegungen auf 65'000 pro Jahr beschränkt. Der Flughafen indes vermeldet, dass mit 160'000 Passagieren bereits im Oktober das Jahresziel erreicht wurde.
Mit «Oona» - keltisch für «das Aussergewöhnliche» - ist in der Schweiz erstmals ein inländischer Kaviar erhältlich. Produziert wird die Delikatesse in Handarbeit vom Tropenhaus Frutigen BE.
Die Gurtenbahn wälzt die Idee, am Berner Hausberg eine Sommerrodelbahn zu bauen. Damit will sie zusätzliche Erträge erwirtschaften, um ihre Schulden abzubauen. Falls die Bahn gebaut wird, dann wahrscheinlich dort, wo heute eine Sprungschanze steht.
Um den Tourismus im Kanton Glarus anzukurbeln, reicht nach Meinung der Kantonsregierung ein befristetes Mandat für Produktmanagement. Eine kantonale Tourismusorganisation zu schaffen, mache zur Zeit keinen Sinn.
Die Werbemittel von Graubünden Ferien (GRF) sind angesichts der Frankenstärke verdoppelt worden. Dafür schicken die Bündner noch mehr Werbe-Steinböcke auf die Jagd nach Feriengästen. Zudem spannen praktisch alle bekannten Ferienorte mit der Marketingorganisation GRF zusammen.
In der Saison 2011 verzeichnete die BLS Schifffahrt einen massiven Rückgang der Frequenzen. Sie rechnet mit einem Defizit von über 1,5 Mio. Franken.
Die geplante Seilbahn vom Bahnhof Stettbach zum Zoo Zürich ist einen Schritt weiter: Die Baudirektion hat in einem Gestaltungsplan die Grundlagen für das Projekt definiert. Darauf basierend wird das Projekt nun weiterverfolgt.
Ein erhöhter Liftschacht auf dem Klein Matterhorn empört Umweltorganisationen wie SAC, WWF, Mountain Wilderness und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Sie haben Beschwerde eingelegt und verlangen, dass der ausgebaute Liftschacht wieder abgebrochen wird.

Mit dem Bau des Luxus-Resorts Aminona bei Crans-Montana (VS) darf noch nicht begonnen werden. Das Bundesgericht hat der Beschwerde von Tier- und Umweltverbänden die aufschiebende Wirkung erteilt.
Für die Schweizer Übernachtungsindustrie sieht die anstehende Wintersaison düster aus. Die Konjunkturforscher von BAK Basel prognostizieren dem Sektor einen Rückgang um 2,6 Prozent. Die Übernachtungen von Ausländern dürften gar um 4,2 Prozent zurückgehen.