Was 1967 als kleines Flowerpower-Festival mit 1‘200 Besucher begann, hat sich zum Highlight einer ganzen Region gemausert: Das Montreux Jazz Festival wird auch in diesem Jahr vom 2. bis 17. Juli wieder um die 250‘000 Besucher anziehen. Während den zwei Wochen werden 55‘000 Logiernächte generiert, das sind bis zu 10 Prozent des ganzen Jahres.
Genügend Kapazität für das «Premium»-Festival
Profiteren kann davon nicht nur Montreux alleine, das ganze Gebiet der Destination Montreux-Riviera wird von den Massen der Musikliebhaber überschwemmt. Hat die Region überhaupt Kapazität für soviele Besucher? Harry John, Direktor Montreux Vevey Tourisme und Milestone-Gewinner 2009, weiss: «Für Gruppen wird’s schwierig, aber einzelne Personen haben immer noch gute Chancen, ein Hotelbett zu finden. Die Hälfte der Festivalbesucher kommen aus der Genferseeregion, die gehen am gleichen Tag wieder nach Hause.» Neben 30 Prozent Besuchern aus der Deutschen Schweiz kämen 20 Prozent aus der ganzen Welt nach Montreux, erzählt John weiter.
«Nein, weiter wachsen wird das Festival nicht mehr», ist John überzeugt. Einerseits weil in es in der Schweiz immer neue Mitbewerber gebe, andererseits, weil die Gagen für Künstler in den letzten Jahren explodiert und bis zu 50 Prozent teurer geworden seien. Einem Festival bleibe deshalb gar nichts anderes übrig, als sich qualitativ weiterzuentwickeln und sich klar zu positionieren, ist John überzeugt. «Das Jazzfestival war nie günstig und wird sich im Premium-Segment weiterentwickeln. Was am Ende den Unterschied macht ist das Renomé, das Spirit, das Prestige.»
Es ist vieles am Laufen
«Der Event ist aus dieser Stadt nicht mehr wegzudenken», erzählt John weiter. Er selber ist an 14 der 16 Abenden direkt vor Ort. Das Festival ist die ideale Plattform, um Medien einzubinden und Kunden einzuladen. «Du kannst deine Destination im besten Licht präsentieren. Ein angenehmes Schaffen, mit vielen Nachtessen und ein paar Konzertbesuchen. Die 14 Tage sind sozusagen die Kür», erklärt er.
Die Destination Montreux-Riviera lebt von den Events, und so wird es bald nach dem Jazz-Festival mit den nächsten weitergehen. Allgemein sei in der Region vieles am Laufen, so John. «Von 2008 bis 2011 investiert die Hotellerie um die 250 Millionen». Alleine die Investitionen ins Montreux Palace in den letzten Jahren gehe in die Dutzenden von Millionen. Insgesamt hätten um die 20 Betriebe Geld in eine Erfrischungskur gesteckt.
Bringt das Schicksal ein Umdenken?
Zum Projekt von Ernst Bromeis meint Harry John: «Ich finde es sehr interessant und gut dass man mit einer einzigartigen Leistung, sei es sportlich oder wissenschaftlich, via Medien aufmerksam macht auf Sachen wie die Endlichkeit von Wasser.» Als Präsident von «Swiss Cities» sei ihm auch schon aufgefallen: Was jede Stadt der Schweiz verbindet, ist das Wasser. «In der Schweiz kannst du überall schwimmen gehen, im Ausland kannst du das oftmals vergessen. Das ist schon einzigartig und das müssten wir uns mehr bewusst machen…» Die momentane Wirkung sei dem Projekt von Bromeis sicher, er wünsche ihm aber, dass auch längerfristige etwas von seiner Reise durch die Schweiz hängen bleibt. Vielleicht habe die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko irgendetwas mit Schicksal zu tun, und jetzt finde endlich ein Umdenken statt.
Die Pfortenhalle des Klosters St. Johann in Müstair (GR) ist restauriert worden. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden auch ein Teil der Renaissance-Wandmalereien freigelegt.
Eine Tasse Café crème kostet im Deutschschweizer Schnitt erstmals über 4 Franken. Der Branchenverband Cafetiersuisse führt diesen Preisanstieg auf die Sozialkosten und die seit Jahresbeginn höhere Mehrwertsteuer zurück.
Nach der Berner Stadtregierung fordert nun auch der Gemeinderat von Köniz, dass der Flughafen Bern-Belp die Flugbewegungen auf 65'000 pro Jahr beschränkt. Der Flughafen indes vermeldet, dass mit 160'000 Passagieren bereits im Oktober das Jahresziel erreicht wurde.
Mit «Oona» - keltisch für «das Aussergewöhnliche» - ist in der Schweiz erstmals ein inländischer Kaviar erhältlich. Produziert wird die Delikatesse in Handarbeit vom Tropenhaus Frutigen BE.
Die Gurtenbahn wälzt die Idee, am Berner Hausberg eine Sommerrodelbahn zu bauen. Damit will sie zusätzliche Erträge erwirtschaften, um ihre Schulden abzubauen. Falls die Bahn gebaut wird, dann wahrscheinlich dort, wo heute eine Sprungschanze steht.
Um den Tourismus im Kanton Glarus anzukurbeln, reicht nach Meinung der Kantonsregierung ein befristetes Mandat für Produktmanagement. Eine kantonale Tourismusorganisation zu schaffen, mache zur Zeit keinen Sinn.
Die Werbemittel von Graubünden Ferien (GRF) sind angesichts der Frankenstärke verdoppelt worden. Dafür schicken die Bündner noch mehr Werbe-Steinböcke auf die Jagd nach Feriengästen. Zudem spannen praktisch alle bekannten Ferienorte mit der Marketingorganisation GRF zusammen.
In der Saison 2011 verzeichnete die BLS Schifffahrt einen massiven Rückgang der Frequenzen. Sie rechnet mit einem Defizit von über 1,5 Mio. Franken.
Die geplante Seilbahn vom Bahnhof Stettbach zum Zoo Zürich ist einen Schritt weiter: Die Baudirektion hat in einem Gestaltungsplan die Grundlagen für das Projekt definiert. Darauf basierend wird das Projekt nun weiterverfolgt.
Ein erhöhter Liftschacht auf dem Klein Matterhorn empört Umweltorganisationen wie SAC, WWF, Mountain Wilderness und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Sie haben Beschwerde eingelegt und verlangen, dass der ausgebaute Liftschacht wieder abgebrochen wird.




Mit dem Bau des Luxus-Resorts Aminona bei Crans-Montana (VS) darf noch nicht begonnen werden. Das Bundesgericht hat der Beschwerde von Tier- und Umweltverbänden die aufschiebende Wirkung erteilt.
Für die Schweizer Übernachtungsindustrie sieht die anstehende Wintersaison düster aus. Die Konjunkturforscher von BAK Basel prognostizieren dem Sektor einen Rückgang um 2,6 Prozent. Die Übernachtungen von Ausländern dürften gar um 4,2 Prozent zurückgehen.