Die Mehrheit der Richter kam in der Beratung zum Schluss, dass der Ursprung der traditionellen Damassine-Produktion und auch das heutige Zentrum im Kanton Jura liege. Der Begriff «Damassine» werde vom Publikum mit dem Schnaps aus dem Kanton Jura verbunden. Keine Rolle spiele, dass Bäume der Damassine-Pflaume auch ausserhalb des Kantons wachsen würden. Eine Minderheit von zwei Richtern hatte erfolglos zusätzliche Abklärungen zum traditionellen Produktionsgebiet verlangt und das Dossier deshalb zur Neubeurteilung ans BLW zurückschicken wollen.
«Ein Verlust für jedermann»
Ein Wein- und Schnapsproduzent aus dem neuenburgischen Cressier wollte die Bezeichnung «Damassine» nicht von den jurassischen Produzenten monopolisiert wissen und gelangte zunächst erfolglos ans Bundesverwaltungsgericht. Nun hat auch das Bundesgericht seine Beschwerde abgewiesen. Der unterlegene Produzent zeigte sich nach der Sitzung erstaunt über den Entscheid. Das Urteil sei ein Verlust für jedermann, vor allem für die Kultivierung der Damassine-Pflaume selber. Der Vertreter der jurassischen Association interprofessionelle de la Damassine (AID) bezeichnete das Urteil als wichtigen Entscheid für die Zukunft der Landwirtschaft im Kanton Jura.
Die AID hatte 2002 ein Gesuch zum Eintrag von «Damassine» ins Register für geschützte Ursprungsbezeichnungen (AOC) gestellt. 2005 gab das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) grünes Licht. Gemäss dem AOC-Pflichtenheft darf sich der Obstbrand nur «Damassine» nennen, wenn sämtliche Schritte zur Verarbeitung der gleichnamigen Pflaume im Kanton Jura erfolgt sind.
Aus dem Damaskus in die Schweiz
Die Damassine ist eine kleine rote Pflaume, die bereits von den Römern aus dem syrischen Damaskus über die Alpen in die Schweiz gebracht worden sein soll. Hier wird die Frucht heute vorwiegend in der Ajoie im Kanton Jura angebaut. Damassine-Bestände gibt es auch im Berner Jura und im Kanton Neuenburg. Das Klima, der Boden und das Können der Produzenten verleihen der Frucht ihren Wildpflaumen-Geschmack mit einem Schuss Bittermandel. Im Jura werden pro Jahr 1000 bis 10'000 Liter «Damassine»-Schnaps produziert. (rom/sda)
Die Pfortenhalle des Klosters St. Johann in Müstair (GR) ist restauriert worden. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden auch ein Teil der Renaissance-Wandmalereien freigelegt.
Eine Tasse Café crème kostet im Deutschschweizer Schnitt erstmals über 4 Franken. Der Branchenverband Cafetiersuisse führt diesen Preisanstieg auf die Sozialkosten und die seit Jahresbeginn höhere Mehrwertsteuer zurück.
Nach der Berner Stadtregierung fordert nun auch der Gemeinderat von Köniz, dass der Flughafen Bern-Belp die Flugbewegungen auf 65'000 pro Jahr beschränkt. Der Flughafen indes vermeldet, dass mit 160'000 Passagieren bereits im Oktober das Jahresziel erreicht wurde.
Mit «Oona» - keltisch für «das Aussergewöhnliche» - ist in der Schweiz erstmals ein inländischer Kaviar erhältlich. Produziert wird die Delikatesse in Handarbeit vom Tropenhaus Frutigen BE.
Die Gurtenbahn wälzt die Idee, am Berner Hausberg eine Sommerrodelbahn zu bauen. Damit will sie zusätzliche Erträge erwirtschaften, um ihre Schulden abzubauen. Falls die Bahn gebaut wird, dann wahrscheinlich dort, wo heute eine Sprungschanze steht.
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