logiernächte
23.02.2010
Logiernächte 2009: «Mit einem blauen Auge davongekommen»
(© Alain D. Boillat)
Nach dem Traumjahr 2008 folgte 2009 die Bewährungsprobe: Die Wirtschaftskriste führte in der Schweizer Hotellerie zu rückläufigen Logiernächtezahlen. Insgesamt zeigte sich die Hotellerie aber krisenfester als in vergangenen Rezessionen.

Mit einem Total von 35'588’893 nahm 2009 die Anzahl Logiernächte gemäss Bundesamt für Statistik um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr ab. Mit -6,2 Prozent ging die Nachfrage bei den ausländischen Gästen stärker zurück als bei den Schweizern (-2,5%). Den höchsten absoluten Rückgang verzeichnete das erste Quartal mit einem Minus von 9,5 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Ab Juni zeichnete sich eine leichte Entspannung ab, die sich in den Folgemonaten fortsetzte

«Hoteliers haben richtig reagiert»
«Wir sind bis jetzt mit einem blauen Auge davongekommen», hielt Guglielmo L. Brentel, Präsident von hotelleriesuisse, im Rahmen der Medienkonferenz fest, die der Verband gemeinsam mit Schweiz Tourismus und dem Bundesamt für Statistik durchführte. Die Hotellerie zeige sich weitaus krisenfester als in früheren Rezessionen und habe weniger gelitten als andere exportorientierte Branchen, so Brentel. «Zum einen hat das Impulsprogramm des Bundes für den Schweizer Tourismus die Nachfrage in den wichtigsten Nachbarmärkten angekurbelt. Zum anderen haben die Hoteliers richtig reagiert und sich noch stärker auf die Kundenpflege und die Optimierung ihrer Angebote konzentriert.»

Die Grossen litten am meisten
Die grossen Schweizer Städte, die vom Wachstum der letzten Jahre am meisten profitiert hatten, verzeichneten von Oktober 2008 bis Mai 2009 überdurchschnittlich hohe Einbrüche, erholten sich ab Juni 2009 aber bereits wieder. Basel, Bern, Genf, Lausanne und Zürich schlossen das Jahr 2009 mit einem Minus von 3,5 Prozent leicht besser ab als der Alpenraum (-5%) und liegen nach wie vor 4,7 Prozent über dem Stand von 2006.

Mit einem Rückgang von 3,6 Prozent mussten klassierte Betriebe im Krisenjahr weniger hohe Einbrüche verzeichnen als nicht klassierte Betriebe (-8,2%). Innerhalb der klassierten Betriebe verzeichneten die 2-Sterne-Betriebe mit einem Minus von 2,3 Prozent die geringsten Einbrüche, während die 5-Sterne-Hotels (-5,9%) am stärksten litten. Dabei gilt es zu beachten, dass sich die 5-Sterne-Stadtbetriebe schneller erholten als jene im Alpenraum und 2009 bereits wieder ein Wachstum ausweisen konnten. (rom)

Zahlen zur Logiernächteentwicklung 2009 finden Sie oben rechts

  
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