arbeitsplätze
23.02.2010
Mehrzahl konnte Personalbestand halten
(© Alain D. Boillat)
Die Wirtschaftskrise hatte 2009 auch Auswirkungen auf die Beschäftigungsituation in der Schweizer Hotellerie. 12 Prozent der Betriebe mussten den Personalbestand reduzieren.

Immerhin 70 Prozent der Betriebe hätten im vergangenen Jahr den Personalbestand trotz Rezession aber halten können, sagte Guglielmo L. Brentel am Dienstag bei der Präsentation der Übernachtungsstatistik der Schweizer Hotellerie. 8 Prozent der Betriebe konnten sogar mehr Personal einstellen.

Branche steht auf «solidem Fundament»

Wie Brentel weiter ausführte, wurde 2009 trotz den schwierigen Bedingungen kräftig in die Hotel- und Restaurantbetriebe investiert. Mit 1,08 Mrd. Franken stiegen die Investitionen im Vergleich zum Vorjahr um 10,9 Prozent. Gleichzeitig sei die Fremdverschuldung von 12 auf 9 Mrd. Franken gesenkt worden. Die Branche stehe damit auf einem «soliden Fundament». Der Preisdruck sei zwar auch in der Schweizer Hotellerie spürbar, erklärte Brentel. Richtigerweise habe sie aber nicht mit Dumpingpreisen darauf reagiert, sondern sich auf Qualität, zusätzliche Angebote, Kundenpflege und Optimierung der Angebote konzentriert.

Starker Strukturwandel seit 1934
Die Schweizer Hotellerie wird seit 1934 statistisch erfasst. In diesen 76 Jahren habe sich die Struktur der Beherbergungsbetriebe stark verändert, sagte Ernst Matti, Vizedirektor des Bundesamtes für Statistik (BFS). So sank die Zahl der Betriebe zwischen 1934 und 2009 von 7756 auf 5553 um 29 Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Betten um 35 Prozent von 203'241 auf 273'974. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer pro Gast sank dagegen von 4,2 auf 2,3 Nächte. (rom/sda)

  
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