frühlingssession
09.03.2010
Nationalrat gegen Heizpilz-Verbot
(© Gerhard Lob)
Heizpilze sollen nicht von den Terrassen und aus den Wintergärten von Schweizer Gaststätten verschwinden. Der Nationalrat ist dagegen, den Wirten zu verbieten, an kühlen Tagen mit Gas betriebenen Heizkörpern Aussenräume zu beheizen.

Mit 124 gegen 61 Stimmen bei 2 Enthaltungen verweigerte die grosse Kammer einer parlamentarischen Initiative des Grünen Christian van Singer (VD) die Gefolgschaft. Die Ratsmehrheit begründete das Nein zum Heizpilz-Verbot in erster Linie mit den bereits bestehenden Vorschriften in einer Mehrheit der Kantone und zahlreichen Gemeinden. Zudem sei die Umsetzung des Verbots schwierig.

Die links-grüne Minderheit fand dagegen, dass eine einheitliche Regelung auf Bundesebene nötig und zielführend sei. Sie kritisierten Heizpilze und andere Wärmestrahler als Energiefresser und CO2-Schleudern. Die Rauchverbote hätten zu einem Wildwuchs der Heizpilze geführt. Nur mit Bundesvorschriften könne deren Nutzung eingedämmt werden. Chiara Simoneschi (CVP/TI), die sich für die «armen Raucher» einsetzte, die ohne Heizpilze eine Lungenentzündung riskierten, hielt der Initiant Christian van Singer entgegen, dass sich die Raucher auch mit einer Decke gegen Kälte schützen könnten. (rom/sda)

  
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