Peter Bieri (CVP/ZG) konstatierte in seinem Postulat, das Tarifsystem basiere im Wesentlichen auf den zurückzulegenden Kilometern. So sei es beim Lötschberg-Basistunnel nur mit Mühe gelungen, den gleichen Preis wie für die Bergstrecke durchzusetzen, sei die Reise doch rein kilometermässig kürzer.
Das sei unflexibel und verunmögliche den Einbezug von Faktoren wie Reisezeit oder Passagieraufkommen. Heute sei die Hälfte der Passagiere im öffentlichen Verkehr in einem Viertel der täglichen Betriebsstunden unterwegs. Steuern lasse sich das nicht. Die Transportunternehmen hätten nun eine Reform eingeleitet.
Die Ansprüche der Politik an das Verkehrssystem seien hoch, so dass sie trotz geringer Einflussmöglichkeiten mitreden müsste. Auch punkto E-Ticketing müsste der Bundesrat Auskunft geben, sagte der Präsident des Informationsdiensts für den öffentlichen Verkehr (LITRA). Dieses einst fallengelassene Projekt sei heute ausgereift und etwa in London erfolgreich etabliert. Der Bundesrat war bereit, das Postulat entgegenzunehmen. (rom/sda)

In der Wintersession des Parlaments stehen mehrere Geschäfte zur Debatte, die Hotellerie, Gastronomie und Tourismus betreffen. Hier finden Sie die Entscheide, laufend aktualisiert.



