frühlingssession
11.03.2010
Ständerat für heimisches Essen
(© zvg/htr)
Was auf Schweizer Tische kommt, soll in der Schweiz gewachsen sein. Zur Förderung des Absatzes heimischen Gemüses, Obsts und Weins hat der Ständerat eine Motion angenommen. Zudem will er die Qualität fördern, den Biolandbau aber nicht zusätzlich ausweiten.

Die kleine Kammer entschied heute über drei Motionen für den Agrarsektor, welche der Nationalrat bereits gutgeheissen hatte. Eine Motion für ein Aktionsprogramm für den Biolandbau erlitt mit 23 zu 11 Stimmen Schiffbruch. Das Aktionsprogramm hätte den biologisch bewirtschafteten Anteil an der Anbaufläche bis 2015 auf 20 Prozent verdoppeln sollen. Gefördert worden wäre das mit 50 Millionen Franken aus dem dritten Konjunkturprogramm. Der Mehrheit wie auch Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard war dieses Ziel zu ambitioniert.

Gnädiger verfuhr der Ständerat mit einer Nationalratsmotion für eine landwirtschaftliche Qualitätsstrategie. Nur hohe Qualität rette die hiesige Landwirtschaft. Allerdings strich die Kommission eine Passage über die Swissness. Die Swissness-Vorlage sei in Beratung, vorzugreifen verbiete sich. Die geänderte Motion geht wieder an den Ständerat.

«Einheimischer Wein braucht keine Absatzförderung»
Auch bei der Motion zur Förderung des Konsums von einheimischem Gemüse, Obst und Wein brachte der Ständerat oppositionslos eine Änderung an - und zwar beider Finanzierung. Statt mit zusätzlichen Mitteln soll die Propagierung einheimischer Produkte aus dem normalen Agrarbudget bestritten werden. Auch diese Motion geht zurück an die grosse Kammer. Doris Leuthard merkte an, der einheimische Wein brauche eigentlich keine Absatzförderung. 95 Prozent der Produktion nämlich tränken die Schweizerinnen und Schweizer bereits heute selbst. (rom/sda)

  
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