Wie die Hotelgruppe mitteilt, liegen die Gründe für das Minus einerseits in der schlechteren Wirtschaftslage und andererseits beim Verkauf des Privilège Hotels Villa Caesar in Brissago. Ohne Berücksichtigung von Brissago hätte ein Minus der Logiernächte von 11% resultiert. Während die Bündner Betriebe moderate Verluste aufwiesen – Klosters konnte die Übernachtungen sogar steigern – machte sich das Ausbleiben der Gäste aus Grossbritannien (- 32%) und Amerika (- 37%) bei den Berner Oberländer Hotels besonders bemerkbar. Die beiden wichtigsten Märkte Schweiz (47%, Vorjahr: 43%) sowie Deutschland (23%, Vorjahr 19%) konnten ihren Marktanteil insgesamt ausbauen.
Auch der Umsatz lag mit 17 Mio. Franken um 18% (ohne Brissago: 11%) hinter dem Vorjahreswert. Neben Klosters (+ 7%) gelang es auch Davos (+/- 0%) und Arosa (- 3%) die hohen Umsätze des Vorjahres praktisch zu halten. Auf der anderen Seite der Skala figurieren auch hier die Berner Betriebe mit Rückgängen zwischen 15% (Wengen) und 25% (Grindelwald).
Bruttobetriebsgewinn: Minus 56%
Die betrieblichen Aufwendungen konnten um 2.2 Mio. Franken oder 12% gegenüber dem Vorsommer reduziert werden. Dies, obwohl 7% mehr Mittel im Marketing und 6 % mehr beim Unterhalt eingesetzt wurden. Der Bruttobetriebsgewinn (GOP) ging gesamthaft um 56% auf 1.1 Mio. Franken zurück. Dank tieferen Zinssätzen verminderte sich das Nettoergebnis in absoluten Zahlen etwas moderater: Das traditionell defizitäre Sommerhalbjahr schloss mit einem - 1.2 Mio. Franken tieferen Reinergebnis von CHF - 1.7 Mio. ab.
Gegenüber der Vorjahresperiode wurden die Investitionen in Sachanlagen mit 3.6 Mio. Franken verdreifacht. Die grössten Positionen betrafen den Umbau der Appartements in Grindelwald in Junior-Suiten und Suiten sowie den Einbau einer umweltfreundlichen Pellet-Heizung im Sunstar Familienhotel Davos.
Positives Ergebnis für ganzes Jahr erwartet
Mit der Wintersaison zeigt sich die Hotelgruppe bis jetzt zufrieden: Der Dezember-Umsatz des rekordhohen Vorjahres konnte praktisch gehalten werden – trotz 5% weniger Übernachtungen. Auch für den Ferienmonat Februar wird ein akzeptables Volumen erwartet. Die Monate Januar und März dürften weiterhin unter der schwachen Nachfrage aus den Segmenten «Seminar» und «Veranstalter» leiden. Momentan liegt der Buchungsstand für die gesamte Wintersaison um 5% hinter dem Vorjahr. Sunstar erwartet deshalb, dass der Verlust aus dem Sommer ausgeglichen wird und für das Geschäftsjahr ein insgesamt positives Ergebnis resultiert. (rom)
Die Pfortenhalle des Klosters St. Johann in Müstair (GR) ist restauriert worden. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden auch ein Teil der Renaissance-Wandmalereien freigelegt.
Eine Tasse Café crème kostet im Deutschschweizer Schnitt erstmals über 4 Franken. Der Branchenverband Cafetiersuisse führt diesen Preisanstieg auf die Sozialkosten und die seit Jahresbeginn höhere Mehrwertsteuer zurück.
Nach der Berner Stadtregierung fordert nun auch der Gemeinderat von Köniz, dass der Flughafen Bern-Belp die Flugbewegungen auf 65'000 pro Jahr beschränkt. Der Flughafen indes vermeldet, dass mit 160'000 Passagieren bereits im Oktober das Jahresziel erreicht wurde.
Mit «Oona» - keltisch für «das Aussergewöhnliche» - ist in der Schweiz erstmals ein inländischer Kaviar erhältlich. Produziert wird die Delikatesse in Handarbeit vom Tropenhaus Frutigen BE.
Die Gurtenbahn wälzt die Idee, am Berner Hausberg eine Sommerrodelbahn zu bauen. Damit will sie zusätzliche Erträge erwirtschaften, um ihre Schulden abzubauen. Falls die Bahn gebaut wird, dann wahrscheinlich dort, wo heute eine Sprungschanze steht.
Um den Tourismus im Kanton Glarus anzukurbeln, reicht nach Meinung der Kantonsregierung ein befristetes Mandat für Produktmanagement. Eine kantonale Tourismusorganisation zu schaffen, mache zur Zeit keinen Sinn.
Die Werbemittel von Graubünden Ferien (GRF) sind angesichts der Frankenstärke verdoppelt worden. Dafür schicken die Bündner noch mehr Werbe-Steinböcke auf die Jagd nach Feriengästen. Zudem spannen praktisch alle bekannten Ferienorte mit der Marketingorganisation GRF zusammen.
In der Saison 2011 verzeichnete die BLS Schifffahrt einen massiven Rückgang der Frequenzen. Sie rechnet mit einem Defizit von über 1,5 Mio. Franken.
Die geplante Seilbahn vom Bahnhof Stettbach zum Zoo Zürich ist einen Schritt weiter: Die Baudirektion hat in einem Gestaltungsplan die Grundlagen für das Projekt definiert. Darauf basierend wird das Projekt nun weiterverfolgt.
Ein erhöhter Liftschacht auf dem Klein Matterhorn empört Umweltorganisationen wie SAC, WWF, Mountain Wilderness und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Sie haben Beschwerde eingelegt und verlangen, dass der ausgebaute Liftschacht wieder abgebrochen wird.

Mit dem Bau des Luxus-Resorts Aminona bei Crans-Montana (VS) darf noch nicht begonnen werden. Das Bundesgericht hat der Beschwerde von Tier- und Umweltverbänden die aufschiebende Wirkung erteilt.
Für die Schweizer Übernachtungsindustrie sieht die anstehende Wintersaison düster aus. Die Konjunkturforscher von BAK Basel prognostizieren dem Sektor einen Rückgang um 2,6 Prozent. Die Übernachtungen von Ausländern dürften gar um 4,2 Prozent zurückgehen.