An der Generalversammlung des Schweizer Tourismus-Verbandes (STV) in Lugano stellte Präsident Dominique de Buman am Freitag sein politisches Programm der nächsten Monate vor. Die Nachmittagspräsentationen waren den touristischen Trends Wellness und Nachhaltigkeit gewidmet.
«Der Tourismus ist ein wichtiges Element unserer nationalen Nachhaltigkeitspolitik, weil touristische Arbeitsplätze nicht ins Ausland ausgelagert werden können», unterstrich Nationalrat Dominique de Buman in seiner Rede den Wert der Tourismusindustrie für die Schweizer Volkswirtschaft. Als Schwerpunkte der nächsten Monate nannte der Präsident seine politischen Ziele.
Politische Ziele
Neben einem günstigen und einheitlichen Mehrwertsteuersatz für den Tourismus forderte de Buman, dass das Bundesgesetzes über die Förderung von Innovation und Zusammenarbeit im Tourismus (Innotour) ab 2012 unbefristete fortgeführt wird. Um die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) formulierte Wachstumsstrategie umsetzen zu können, seien ausserdem ausreichende Mittel für das touristische Marketing vonnöten.
Eine Finanzierung von Innotour über den Finanzkredit von Schweiz Tourismus in der nächsten Periode (2012-2015) weise der STV entschieden zurück, so de Buman. Unnötig sei angesichts der Staatsrechnung 2009 und der Prognose für den Abschluss 2010 das Konsolidierungsprogramm des Bundes. Die vorgesehenen Massnahmen - wie die Streichung von 160 regionalen öffentlichen Linien - stellten touristisch sinnvolle Infrastrukturen überflüssigerweise in Frage.
Nachhaltigkeit im EU-Tourismus
Am Nachmittag stellte Christian Baumgartner, Experte für nachhaltige Entwicklung im Tourismus, die touristischen Nachhaltigkeitsstrategien der EU vor. Am Beispiel von europäischen Destinationen zeigte er auf, wie sich Nachhaltigkeit im Tourismus in moderne Regionalentwicklungskonzepte integrieren lässt und wie innovative Produkte oder gänzlich neue regionale «Unique Selling Propositions (USPs)» entwickelt werden können. (rom)
Die vollständigen Reden von Dominique de Buman und Christian Baumgartner finden Sie als PDF oben rechts unter Downloads (deutsch und französisch).
Mehr zur Generalversammlung des STV lesen Sie in der htr hotel revue am Donnerstag, 2. September 2010.
Die Pfortenhalle des Klosters St. Johann in Müstair (GR) ist restauriert worden. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden auch ein Teil der Renaissance-Wandmalereien freigelegt.
Eine Tasse Café crème kostet im Deutschschweizer Schnitt erstmals über 4 Franken. Der Branchenverband Cafetiersuisse führt diesen Preisanstieg auf die Sozialkosten und die seit Jahresbeginn höhere Mehrwertsteuer zurück.
Nach der Berner Stadtregierung fordert nun auch der Gemeinderat von Köniz, dass der Flughafen Bern-Belp die Flugbewegungen auf 65'000 pro Jahr beschränkt. Der Flughafen indes vermeldet, dass mit 160'000 Passagieren bereits im Oktober das Jahresziel erreicht wurde.
Mit «Oona» - keltisch für «das Aussergewöhnliche» - ist in der Schweiz erstmals ein inländischer Kaviar erhältlich. Produziert wird die Delikatesse in Handarbeit vom Tropenhaus Frutigen BE.
Die Gurtenbahn wälzt die Idee, am Berner Hausberg eine Sommerrodelbahn zu bauen. Damit will sie zusätzliche Erträge erwirtschaften, um ihre Schulden abzubauen. Falls die Bahn gebaut wird, dann wahrscheinlich dort, wo heute eine Sprungschanze steht.
Um den Tourismus im Kanton Glarus anzukurbeln, reicht nach Meinung der Kantonsregierung ein befristetes Mandat für Produktmanagement. Eine kantonale Tourismusorganisation zu schaffen, mache zur Zeit keinen Sinn.
Die Werbemittel von Graubünden Ferien (GRF) sind angesichts der Frankenstärke verdoppelt worden. Dafür schicken die Bündner noch mehr Werbe-Steinböcke auf die Jagd nach Feriengästen. Zudem spannen praktisch alle bekannten Ferienorte mit der Marketingorganisation GRF zusammen.
In der Saison 2011 verzeichnete die BLS Schifffahrt einen massiven Rückgang der Frequenzen. Sie rechnet mit einem Defizit von über 1,5 Mio. Franken.
Die geplante Seilbahn vom Bahnhof Stettbach zum Zoo Zürich ist einen Schritt weiter: Die Baudirektion hat in einem Gestaltungsplan die Grundlagen für das Projekt definiert. Darauf basierend wird das Projekt nun weiterverfolgt.
Ein erhöhter Liftschacht auf dem Klein Matterhorn empört Umweltorganisationen wie SAC, WWF, Mountain Wilderness und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Sie haben Beschwerde eingelegt und verlangen, dass der ausgebaute Liftschacht wieder abgebrochen wird.




Mit dem Bau des Luxus-Resorts Aminona bei Crans-Montana (VS) darf noch nicht begonnen werden. Das Bundesgericht hat der Beschwerde von Tier- und Umweltverbänden die aufschiebende Wirkung erteilt.
Für die Schweizer Übernachtungsindustrie sieht die anstehende Wintersaison düster aus. Die Konjunkturforscher von BAK Basel prognostizieren dem Sektor einen Rückgang um 2,6 Prozent. Die Übernachtungen von Ausländern dürften gar um 4,2 Prozent zurückgehen.