tourismusverband
27.08.2010
Touristisches Wachstum fördern
(© zvg)
Der Schweizer Tourismus-Verband fordert bessere Rahmenbedingungen für die Branche. Dazu gehören ein günstiger Mehrwertsteuersatz und ausreichend Mittel für das Marketing. Sonst sei das angestrebte Wachstum in der Tourismusindustrie nicht realisierbar.

An der Generalversammlung des Schweizer Tourismus-Verbandes (STV) in Lugano stellte Präsident Dominique de Buman am Freitag sein politisches Programm der nächsten Monate vor. Die Nachmittagspräsentationen waren den touristischen Trends Wellness und Nachhaltigkeit gewidmet.

«Der Tourismus ist ein wichtiges Element unserer nationalen Nachhaltigkeitspolitik, weil touristische Arbeitsplätze nicht ins Ausland ausgelagert werden können», unterstrich Nationalrat Dominique de Buman in seiner Rede den Wert der Tourismusindustrie für die Schweizer Volkswirtschaft. Als Schwerpunkte der nächsten Monate nannte der Präsident seine politischen Ziele.

Politische Ziele
Neben einem günstigen und einheitlichen Mehrwertsteuersatz für den Tourismus forderte de Buman, dass das Bundesgesetzes über die Förderung von Innovation und Zusammenarbeit im Tourismus (Innotour) ab 2012 unbefristete fortgeführt wird. Um die vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) formulierte Wachstumsstrategie umsetzen zu können, seien ausserdem ausreichende Mittel für das touristische Marketing vonnöten.

Eine Finanzierung von Innotour über den Finanzkredit von Schweiz Tourismus in der nächsten Periode (2012-2015) weise der STV entschieden zurück, so de Buman. Unnötig sei angesichts der Staatsrechnung 2009 und der Prognose für den Abschluss 2010 das Konsolidierungsprogramm des Bundes. Die vorgesehenen Massnahmen - wie die Streichung von 160 regionalen öffentlichen Linien - stellten touristisch sinnvolle Infrastrukturen überflüssigerweise in Frage.

Nachhaltigkeit im EU-Tourismus
Am Nachmittag stellte Christian Baumgartner, Experte für nachhaltige Entwicklung im Tourismus, die touristischen Nachhaltigkeitsstrategien der EU vor. Am Beispiel von europäischen Destinationen zeigte er auf, wie sich Nachhaltigkeit im Tourismus in moderne Regionalentwicklungskonzepte integrieren lässt und wie innovative Produkte oder gänzlich neue regionale «Unique Selling Propositions (USPs)» entwickelt werden können. (rom)

Die vollständigen Reden von Dominique de Buman und Christian Baumgartner finden Sie als PDF oben rechts unter Downloads (deutsch und französisch).

Mehr zur Generalversammlung des STV lesen Sie in der htr hotel revue am Donnerstag, 2. September 2010.

  
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