schifffahrt
01.11.2011
Wellengang der BLS-Schiffe
(© zvg/BLS)
In der Saison 2011 verzeichnete die BLS Schifffahrt einen massiven Rückgang der Frequenzen. Sie rechnet mit einem Defizit von über 1,5 Mio. Franken.
Christine Künzler

Die Frequenzen auf den Oberländer Seen gingen gegenüber dem Vorjahr um rund 17 Prozent auf 864 000 Passagiere zurück. Besonders stark betroffen war der Thunersee mit einem Rückgang von 20 Prozent. Die Gründe liegen vor allem bei der gegenüber 2010 stark reduzierten Kursschifffahrt auf dem Thunersee, so eine Pressemitteilung.

Mit einem Minus von 12 Prozent konnte sich der Brienzersee besser halten. Die BLS rechnet per Ende 2011 mit einem Verlust von über 1,5 Mio. Franken. Ausserdem muss sie ausserordentliche Einnahmenausfälle von rund 1,5 Mio. Franken auffangen infolge geringerer Anteile am GA- und Halbtax-Schlüssel. Die BLS wolle die Angebote künftig gezielter auf GA- und Halbtax-Besitzer ausrichten.

Das Schifffahrts-Angebot soll generell verbessert und notwendige Investitionen getätigt werden. Die Kosten für einen Neubau der sanierungsbedürftigen Werfthalle in Thun werden auf 15 bis 18 Mio. Franken geschätzt. Die BLS will zudem den Unterhalt der Flotte vorantreiben.

Die künftige Ausrichtung der Schifffahrt Berner Oberland werde intensiv diskutiert. schreibt die BLS. So soll die Wirtschaftlichkeit klar verbessert werden. Die neue Ausrichtung sei Teil des Strategiereviews Personenverkehr, der im Frühjahr 2012 verabschiedet werden soll.

  
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