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meinung
05.07.2012
Kommentar
Christine Künzler, Ressortleiterin «fokus».
Christine Künzler, Ressortleiterin «fokus». (Bild: Alain D. Boillat)
St. Gallen: Die Liebe kommt auf den zweiten Blick
Christine Künzler

St.Gallen ist keine Stadt mit vielen touristischen Trümpfen. Jedenfalls nicht auf Anhieb. Gut, St. Gallen hat sein Kloster, seine Stiftsbibliothek, sein Unesco-Weltkulturerbe. Trotzdem: St. Gallen ist kein schillernder Name, der Gäste aus der ganzen Welt anzieht. Die Stadt ist kein Selbstläufer. So muss sich die Tourismusorganisation St. Gallen Bodensee also etwas einfallen lassen, um Gäste zu holen. Das tut sie auch, und zwar gut.

Den Touristikern steht eine Schatzkiste zur Verfügung, aus der sie Sehenswertes holen können. Denn die Stadt bietet viel an Schätzen. Allein die intakte Altstadt mit ihren typischen 1.-Stock-Restaurants ist faszinierend. Und wer es gern etwas weniger traditionell mag, findet eine grosse Auswahl an äusserst originellen Restaurantkonzepten mit ebenso originellen Menschen, die dahinterstehen. Und erst die Kultur: Hier kann St. Gallen mit grossen Städten mithalten. Einrichtungen wie das Textilmuseum und die Lokremise sind weit über St. Gallen hinaus bekannt. Und was Kanton und Stadt mit ihrem Gallusjahr auf die Beine gestellt haben, muss erst noch einer nachmachen.

  
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