Bald leben in der Schweiz acht Millionen Menschen, war kürzlich zu lesen. Und die UNO schätzt, dass bis Ende dieses Jahrhunderts über 10 Mrd. Menschen unseren Planeten bewohnen werden: eine Verdoppelung der Weltbevölkerung in nur 120 Jahren, bei insgesamt schrumpfender produktiver Fläche. Immer mehr Menschen leben auf immer engerem Raum.
Energie, Boden und Arbeit sind die massgeblichen Faktoren des wirtschaftlichen und technologischen Entwicklungsprozesses. Schon heute verbrauchen wir global betrachtet anderthalb Mal mehr Ressourcen, als die Erde regenerieren kann. Ob es uns gelingt, den Kampf um diese Produktionsfaktoren abzuwenden, ist zumindest fraglich.
Mehr Ressourcenverbrauch beschleunigt die Klimaveränderung, deren Folgen sich in der Schweiz «vorerst» auf Gletscherrückgänge und gehäufte Naturereignisse beschränken. Andernorts nehmen die bewohnbaren Flächen rasant ab, die Menschen müssen zusammenrücken.
Auch im Äther wird es eng. Die mobile Kommunikation, sozusagen unser soziales Schmiermittel, beansprucht mit ihrem riesigen Datenvolumen immer mehr Funkfrequenzen. Obwohl dieser Engpass mittels ausgeklügelter Software zumindest etwas geweitet werden kann, ist ein Ausbau nicht beliebig möglich. Fraglich ist überdies, wie der Strombedarf des Internets, der heute allein in der Schweiz auf knapp 8 Prozent des Gesamtstromverbrauchs geschätzt wird, ohne Energieengpass befriedigt werden kann.
Diese Medienthemen der letzten Wochen mögen im globalen Kontext beengend erscheinen. Im Privaten kann jeder Einzelne diese Beklemmung lindern. Am einfachsten gelingt dies in Ferien und Freizeit. Da kann man von Berggipfeln in die Weite blicken, an Seeufern die Gedanken ordnen oder in Naturoasen das Herz befreien. Auf dass man gestärkt und frisch in die vermeintliche Enge des Alltags eintauchen kann.
*Bruno Lüthi ist Leiter Marketing der SAC-Hütten.






