Lieben Sie jemanden? Hat diese Person Ihre Liebe sofort erwidert? Oder mussten Sie sich Ihr Ja erkämpfen? Dann verstehen Sie die Ambitionen des Bundesrates, des Schweizer Skiverbands Swiss Ski, des Kantons Graubünden und von St. Moritz: Bereits zum dritten Mal hat das Komitee um den Zuschlag für die FIS Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2017 gekämpft. Und diesmal gegen Are und Cortina gewonnen!
Warum hat die Schweiz mit St. Moritz immer wieder kandidiert? Weil sie trotz der gescheiterten Bewerbungen 2013 und 2015 beseelt war vom Wunsch, die Ski-WM 2017 bei uns in der Schweiz zu haben. So wie die Olympischen Winterspiele 2022. Internationale Grossanlässe geben unglaublich viel zu tun. Warum tun wir Schweizer uns das an? Weil das Veranstalten und Wetteifern in der DNA der Sportschweiz fix einprogrammiert ist. Umso mehr geniesst sie nun den Erfolg, nach 1934, 1948, 1974 und 2003 die Ski-WM erneut in St. Moritz durchzuführen.
Damit sich die Erwachsenen nicht in ihre Mission verbeissen, hat sich das WM-Komitee bei der Kandidatur für die Ski-WM 2017 von Kindern begleiten lassen. Ihre Ideen, Geschichten und Zeichnungen haben erst der lokalen Bevölkerung und Ende Mai dem FIS-Kongress in Südkorea den Weg in die Zukunft gewiesen. Von der unbefangenen Kreativität der Kleinen konnten sich die Grossen ein Stück abschneiden. Diese ursprünglichen Eigenschaften werden den Sportlern wie den Organisatoren Flügel verleihen. Flügel braucht es immer dann, wenn es gilt, grosse Widerstände zu überwinden und über hohe Bergspitzen hinwegzuschauen. Die Bevölkerung des Austragungsorts der WM verhält sich kosmopolitisch und erfinderisch. Sie war schon im 19. Jahrhundert innovativ, als ein Hotelier im Speisesaal des Hotels Kulm erstmals elektrische Lampen anzündete. Freuen wir uns auf eine spannende Ski-WM 2017 und die wertvollen Diskussionen rund um die Schweizer Olympia-Kandidatur 2022!






