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meinung
12.07.2012
Standpunkt
Monika Grünenfelder ist Geschäftsführerin von Thurgau Tourismus.
Monika Grünenfelder ist Geschäftsführerin von Thurgau Tourismus. (Bild: zvg)
Wie der Thurgau zu seinem Apfelgarten kommt
Monika Grünenfelder

Nach meinem Einstieg bei Thurgau Tourismus im 2006 spürte ich rasch, dass hier Vieles möglich ist, doch spürte ich auch, dass der Apfel keine wirkliche «Heimat» im Thurgau besitzt. Wertschöpfungstechnisch würde uns ein touristischer Ort, an dem der Apfel erlebbar ist, sehr dienen. Die schon mehrfach angepackte Arbeit begann von Neuem. Im 2008 startete die Aufbauarbeit fürs Qualitätsprojekt Enjoy Switzerland mit 20 Partnern aus der Schweiz und Deutschland. Im 2010 wurde die Kommunikationsfirma Steiner Sarnen zugezogen. Sie erhielt den Auftrag, einen touristischen Attraktionspunkt für unsere internationale Region zu entwickeln. Otto Steiner räumte dann dem Bodensee-Gartenprojekt die höchsten Chancen ein.

Der Apfelgarten wurde als Teil des Projektes eingesetzt. Unsere Apfelkompetenz ist unbestritten: Hier ernten die Obstbauern bis etwa 48000 t Äpfel, davon 30000 t Tafeläpfel, der Rest ist Mostobst. Das heisst: Jeder dritte in der Schweiz geerntete Tafelapfel stammt aus dem Thurgau. Pro Jahr verzehren wir Schweizer über 15 kg der gesunden Frucht.

Aber woher den Garten nehmen? … Also wieder am Anfang. Nein, doch nicht, denn in Arbon, Altnau und auf dem Arenenberg in Salenstein entstanden lokale Initiativen. In Arbon investiert die Mosterei Möhl mehrere Millionen Franken in den Neubau eines neuen Holzfasskellers, und im Obergeschoss entsteht das erste Schweizer Mostereimuseum.

Wird es nun gar mehrere Heimaten des Apfels im Thurgau geben? Was wir schon heute haben: eine Thurgauer Apfelkönigin, ein Paradies (eine Ortschaft im Thurgau), Mostereiführungen, eine Obstsortensammlung, Apfelblütenkosmetik, einen Obstlehrpfad, ein Blütentelefon, Apfelleasing, eine «Öpfelfarm» und über zwölf Restaurants, die den Apfel aktiv in ihre Küche einbinden sowie ab 2013 einen Veloführer «Mostindientour», ein Gourmet-Event «Velobluest-Tour» und eine Apfelblütenpauschale.

 

  
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