Lesen bildet. Und macht auch Spass. Meistens. Letzte Woche allerdings liess mich die mediale Fortsetzungsgeschichte um den «Zürcherkrieg» immer öfter den Kopf schütteln.
Die morgendliche Gratiszeitung, die ich pflichtbewusst im Zug lese, lancierte die Story: Hasskleber mit Anti-Zürich-Sujet seien in Davos allgegenwärtig, zierten Sessellifte, Strassenpfosten, Restaurants. 10000 Stück habe der «anonym bleiben wollende» Initiant drucken lassen. Die Einheimischen verspotteten Zürcher in den Bars. Ein Gastrounternehmer bekannte: «Wir fühlen uns nicht mehr wohl in Davos.»
Das nationale Boulevardblatt nahm den Ball auf und recherchierte vor Ort. «Hasskleber bricht Tourismusdirektor das Herz», stand da. Auf dem Foto blickte Reto Branschi zwar noch quietschlebendig, aber doch etwas böse drein. Ganze eineinhalb Stunden habe er Davos durchsucht und sämtliche Kleber abgelöst fünf an der Zahl. Wie bitte? Ja, ganze fünf. Wo sind wohl die restlichen 9995?
Die Aktion zog Kreise, die lieben Mitbewerber der Destination Davos traten auf den Plan. Die Bündner Kompatrioten aus Lenzerheide flöteten auf ihrer Website: Wir lieben die Zürcher. Und die Jungfraubahnen warben gar mit einem bezahlten Inserat fürs Berner Oberland: «We love Zürich – bei uns sind auch Zürcher willkommen.» Des einen Leid, des andern (Schaden-)Freud: Die Stunde schien günstig, den Strom der Weekendausflügler aus dem Millionenzürich in die eigene Richtung zu lenken. Peinlich, peinlich.
Wie solche Aktionen eskalieren können, wissen wir spätestens seit der – ebenso dummen und von den Medien hochgekochten – Anti-Deutschen-Stimmung, welche dem Tourismusland Schweiz mehr schadet als nützt. Wir wissen es doch: Vorurteile zeugen von kleinlichem Horizont. Nicht alle Amerikaner sind oberflächlich, nicht alle Italiener feurig, nicht alle Deutschen grossmäulig und nicht alle Zürcher arrogant. Vielleicht, so mutmasse ich, war ja die Davoser Aktion getürkt. Als PR-Gag? Oder als Denkanstoss, wie schnell wir auf billige Meinungsmache hereinfallen.
Unter ihrer Hand hat sich der Umsatz vervierfacht: Regula Pfister hat als CEO die ZFV Unternehmungen zum Erfolg geführt.
Der Gast ist doch schliesslich König!» Diesen Satz – meist mit empörtem Unterton – hört man von Gästen, die s...
Wie vermarktet man die Schweiz am besten? Mit historischen Inhalten, sagt Hanspeter Schneider von Via Storia. Mit herausgepickten «Perlen», sagt Jürg Schmid von Schweiz Tourismus. Ein Streitgespräch. 
htr: Der Bund hat kürzlich seine Wachstumsstrategie präsentiert, aber auch eine Verlagerung der Gelder angedroht.
<...


«Wir danken für Ihr Verständnis...» Kaum ist dieser Satz gesagt, schon ist der Kommunikations-GAU fabriziert. Denn: Haben Sie...
Eine neue Erfa-Gruppe fürs Front Office, eine neue Plattform für Mitarbeiterförderung: Jan Brucker ist neuer Präsident von Swiss Deluxe Hotels.