Gastfreundschaft, wir wissen’s, ist das A und O im Tourismus. Ein ebenso wichtiger Erfolgsfaktor ist Authentizität, Echtheit. «Sei Du selber, dann bist Du unwiderstehlich» – so und ähnlich lauten die Wege zum Erfolg bringenden Selbstmanagement. Dass diese Faktoren auch ihre Richtigkeit haben, ist unbestritten. Nur: Ich kenne kein Fachbuch, das die Anleitung dazu liefert, wie sich diese beiden Tugenden in jeder Situation auf einen Nenner bringen lassen. Manchmal ist das nämlich ein ein äusserst anspruchsvolles Unterfangen.
Denken Sie nur einmal an die Postauto-Chauffeurinnen und -Chauffeure, die mit dem Linienbus werktags die Menschen von A nach B und wieder zurück fahren. Nicht alle Fahrer sind gleich freundlich, aber viele unter ihnen begrüssen und verabschieden ihre Fahrgäste mit: «Uf widerluege mitenand, i wünsche euch e schöne Tag.» (Je nach Region in einem anderen Dialekt.) Stille herrscht im Postauto. Und das jeden Tag und immer wieder.
Ich wäre frustriert und verärgert, wenn ich PostautoChauffeurin wäre. Einen Gruss oder nette Worte nicht erwidert zu bekommen, enttäuscht. Dass sich diese Poschi-Chauffeure und -Chauffeurinnen tagtäglich diesem Frust aussetzen und (offenbar) gelernt haben, sich diesbezüglich abzugrenzen, verdient Respekt. Miteingeschlossen sind alle anderen Mitarbeitenden in der Hotellerie und im Tourismus, die tagtäglich freundlich sind, um die Gäste bei der Stange zu halten. Auch dann, wenn ihre Freundlichkeit beim (Fahr-)Gast nicht auf Resonanz stösst. Stellen Sie sich nun vor, die oder der Mitarbeitende wäre auch noch echt und sich selber und würde einem unangenehmen Gast mal so richtig seine Meinung sagen. Also authentisch seinen Gefühlen Ausdruck verleihen. Ein No-Go, oder?
Zum Glück sind die meisten Gäste im Hotel und Restaurant freundlicher als die im Postauto. Denn die – das sei zu deren Entschuldigung gesagt – fahren nicht in die Ferien, sondern verschlafen zur Arbeit und müde wieder nach Hause. Diese Nachsicht hilft wohl den Chauffeuren, ihren Frust vom Leib zu halten.
Aktuell ist der Kursaal Bern eine Baustelle. Aber Direktor Patrik Scherrer will, dass ab 2013 die Post abgeht.
Horst Schulze, Gründer der Ritz-Carlton-Hotels, will jetzt mit seiner Capella-Gruppe Nummer 1 werden.
Frage: In unserem Betrieb hat die Arbeitsmotivation von ein paar Mitarbeitenden in den letzten Monaten deutlich nachgelassen. Ich möc...





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