Das Tessin war schon früh für sein mildes Klima bekannt. Im Sommer blieben die Touristen aus dem Norden auf ihren Landsitzen, wo sie den Midsommer feierten. Wenn es in ihrem Lande kalt und neblig wurde, kamen sie ins Tessin und suchten hier Wärme, weshalb die Heizung ein wichtiger Bestandteil der Werbung war. Die Häuser im Süden waren in der Regel eher schlecht geheizt, da es ja sowieso fast immer mild oder sogar heiss war. So suchte man im Sommer Abkühlung in einem Grotto unter den Lauben.
Der Hotelier erwähnt in diesem Stich explizit die Zentralheizung - ein echter Luxus, und die Kachelöfen, wo man so schön nach einem Glas Wein an der Wärme dösen konnte, oder das Cheminée - einen offenen Kamin, wo man im Herbst die Kastanien röstete.
Eine weitere Besonderheit in diesem Stich: In früheren Zeiten waren Kirche und Adel wichtige Markenzeichen der Gesellschaft. Im Bild der Pension Villa Muralto tauchen beide auf: Rechts im Bild ist das Wappen der Familie Simona zu erkennen und die Kirche im Bildhintergrund ist ohne Zweifel die Madonna del Sasso, die in ihrem Kreuzgang auch den Pilger-Hotelgast empfängt. Beide sind Ausdruck von Tradition, Garantie für Gastfreundschaft, versprechen ein Haus aus «guter Familie», wo Seele, Körper und Geist bestens aufgehoben sind. Eben eine Villa!
Bundesrätin Leuthard hat sich am Montagabend in Siders (VS) den Fragen der Walliser Gemeindepräsidenten zur Zweitwohnungsinitiative gestellt. Sie äusserte Verständnis für ihre Situation; konkrete Antworten konnte sie auf viele Fragen jedoch nicht liefern.
Die angelaufene Sommersaison dürfte für den Schweizer Tourismus trübe ausfallen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) teilte am Dienstag mit, die Zahl der Hotelübernachtungen dürfte zwischen Mai und Oktober 1,7 Prozent tiefer ausfallen als im vergangenen Jahr.
Der Landrat will das Potenzial im Urner Tourismus ausschöpfen. Er hat am Montag das neue Tourismusgesetz einstimmig zuhanden der Volksabstimmung verabschiedet.
Zwölf eigenständige, von hotelleriesuisse klassifizierte, Schweizerhof-Hotels wollen mit dem neu gegründeten Verbund «Schweizerhof Hotels of Switzerland – traditional and individual» ihren Gästen ab sofort eine gemeinsame Onlineplattform bieten.
«Zeigen, was wichtig ist» – unter diesem Motto konnten am internationalen Museumstag vom Sonntag Besucher in rund 200 Schweizer Museen selbst Hand anlegen. Und die Frage beantworten, was wichtig war, was wichtig ist und was künftigen Generationen wichtig sein wird.
Die Bündner Regierung verlangt vom Bund, dass der Bau vermieteter Ferienwohnungen nicht unter die Beschränkung der Weber-Initiative fällt. Die Bündner Behörden informierten am Montag über die Umsetzung der vom Volk im März genehmigten Zweitwohnungsinitiative.
Meggen erhält vorläufig keinen Golfplatz. Das Luzerner Verwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen das geplante Projekt gutgeheissen. Es stellte fest, dass der Golfplatz Land in Anspruch nehmen würde, das sich für die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmittel eignen würde.
Der ägyptische Investor Samih Sawiris hat am Montag sein Angebot für die Aktien der Sedrun Bergbahnen AG publiziert. Aktionäre können ihre Wertpapiere bis zum 13. Juli entweder umtauschen oder verkaufen – und zwar fast zum eineinhalbfachen heutigen Nominalwert.
Der Brigelser Unternehmensberater und Tourismusprofi Marcel Friberg soll neuer Präsident der touristischen Marketingorganisation Graubünden Ferien (GRF) werden. Der GRF-Vorstand schlägt der Generalversammlung den 55-jährigen Friberg als Nachfolger von Andreas Wieland vor.
Für die Innenräume von Basler Restaurationsbetriebe wird an den Spieltagen der am 8. Juni beginnenden Fussball-EM die Polizeistunde aufgehoben. Die Boulevardbetriebe müssen 15 Minuten nach dem offiziellen Spielende schliessen.




Die htr hotel revue veröffentlicht jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Initiative «Wohnen im Oberengadin» ist definitiv gültig. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde des Kreises Oberengadin nicht eingetreten. Offen ist, ob die regionale Initiative nach Annahme der Eidg. Zweitwohnungsinitiative überhaupt noch Bedeutung hat.
Die Führung der Saftherstellerin Thurella ist unzufrieden mit der Exportförderung für Mostobst, wie sie der Schweizerische Obstverband (SOV) praktiziert. Das Obst werde dadurch für inländische Abnehmer wie Thurella künstlich verteuert.