hotelarchiv
08.09.2011
Pension Villa Muralto, Locarno (TI)
(© Hotelarchiv Schweiz/zvg)

Das Tessin war schon früh für sein mildes Klima bekannt. Im Sommer blieben die Touristen aus dem Norden auf ihren Landsitzen, wo sie den Midsommer feierten. Wenn es in ihrem Lande kalt und neblig wurde, kamen sie ins Tessin und suchten hier Wärme, weshalb die Heizung ein wichtiger Bestandteil der Werbung war. Die Häuser im Süden waren in der Regel eher schlecht geheizt, da es ja sowieso fast immer mild oder sogar heiss war. So suchte man im Sommer Abkühlung in einem Grotto unter den Lauben.

Der Hotelier erwähnt in diesem Stich explizit die Zentralheizung - ein echter Luxus, und die Kachelöfen, wo man so schön nach einem Glas Wein an der Wärme dösen konnte, oder das Cheminée - einen offenen Kamin, wo man im Herbst die Kastanien röstete.

Eine weitere Besonderheit in diesem Stich: In früheren Zeiten waren Kirche und Adel wichtige Markenzeichen der Gesellschaft. Im Bild der Pension Villa Muralto tauchen beide auf: Rechts im Bild ist das Wappen der Familie Simona zu erkennen und die Kirche im Bildhintergrund ist ohne Zweifel die Madonna del Sasso, die in ihrem Kreuzgang auch den Pilger-Hotelgast empfängt. Beide sind Ausdruck von Tradition, Garantie für Gastfreundschaft, versprechen ein Haus aus «guter Familie», wo Seele, Körper und Geist bestens aufgehoben sind. Eben eine Villa!

  
Werbung
ihr kommentar zum artikel
Was denken Sie zu diesem Thema? Schreiben Sie einen kurzen Kommentar, Ihre Meinung interessiert uns!


Betreff
Text
Hinweis: Es sind max. 400 Zeichen erlaubt.
   
Name
Email
   
Code
   * Bitte obenstehenden Code eingeben
   
   Ich bin mit den Spielregeln einverstanden


Aktuelle Themen