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06.11.2008
Premiere ohne 007
Bilder: Alain D. Boillat
Bilder: Alain D. Boillat (© Alain D.- Boillat)
Für einmal lag Hollywood in Emmenbrücke, wo Marc Forster und sein Team «ihren» Bond-Film feierten. Nur einer fehlte: James Bond.
Melanie Roth

An der Medienkonferenz am Nachmittag im Palace Hotel in Luzern sass der Schweizer Regisseur Marc Forster ganz alleine der Presse gegenüber und stand in breitestem Schweizerdeutsch Red und Antwort. «Ich komme mir ein bisschen vor wie bei einem Verhör», meinte er schmunzelnd. Bereits zuvor hatte sich die Nachricht verbreitet, dass James Bond alias Daniel Craig krank sei. «Ich hoffe sehr, dass er sich heute Abend auf dem roten Teppich zeigen kann», erklärte Forster. Auf dem roten Teppich dann im Kinopalast MaxX in Luzernischen Emmenbrücke musste sich Forster nicht mehr alleine der Menge an Fans, Fotografen und Journalisten stellen: In Begleitung seiner Berner Freundin Dana Kohler, den beiden Bond-Bösewichten Anatole Taubman und Carl von Malaise, sowie der Produzentin Barbara Broccoli schien er sich sichtlich wohler zu fühlen.

Einer jedoch fehlte nach wie vor, und Forster hatte die undankbare Aufgabe, den kreischenden Fans die Botschaft beizubringen, dass Daniel Craig definitiv nicht zur Schweizer Premiere von «Quantum of Solace» auftauchen würde: Bronchitis. Ein Quäntchen Trost vermochten vielleicht die zahlreich erschienenen Missen, Spitzensportler und Wirtschaftsgrössen zu spenden. Unter den 1200 geladenen Gästen befanden sich zudem VIPs mit klingenden Namen wie Franco Knie, Jürg Marquard und Bundesrat Moritz Leuenberger.

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