Die Finanzhilfen für die national wichtigen Sportanlagen (NASAK) lösten in der kleinen Kammer eine lange und emotionale Debatte aus. Der Bundesrat hatte einen Kredit von 50 Millionen Franken vorgeschlagen. Der Nationalrat erhöhte diesen um 20 Millionen Franken. Der Ständerat könne nun entweder ein finanz- oder sportpolitisches Zeichen setzen, sagte Joachim Eder (FDP/ZG).
Entlang dieser Linie verlief auch die Debatte: 20 Millionen Franken mehr seien «best-investierte Batzen», sagte etwa Peter Föhn (SVP/SZ). «Nur so wird es wieder grosse Sportler und Botschafter für die Schweiz wie Roger Federer oder Dario Cologna geben.» Gleichzeitig werde auch noch die Gesundheit der Massen gefördert.
Einsatz für Projekte in der Region
Die Gegner der Erhöhung machten finanzpolitische Gründe geltend. Die Aufstockung sei zwar schön für den Sport, aber nicht seriös, sagte Pankraz Freitag (FDP/GL). Peter Bieri (CVP/ZG) und Jean-René Fournier (CVP/VS) bemängelten, dass unklar sei, wohin das zusätzliche Geld gehen solle.
Mehrere Redner setzten sich für Projekte in ihren Regionen ein: Ohne angemessene Beiträge aus der Bundeskasse kämen einige Projekte nicht zustande, hielten sie fest. Oft zitiertes Beispiel war die Erneuerung des Ruderzentrums am Rotsee im Kanton Luzern.
Die Sportverbände hatten insgesamt 87 Millionen Franken für ihre Projekte beantragt. Sportminister Ueli Maurer räumte ein, dass das Sportdepartement (VBS) die Beiträge gekürzt habe. Er könne auch nicht ausschliessen, dass einige Projekte im ursprünglichen Vorschlag wegen fehlender Mittel nicht realisiert werden könnten. Der Bund beteiligt sich jeweils mit 5 bis 25 Prozent an Vorhaben.
Die zusätzlichen Mittel wird der Bundesrat nach eigenem Ermessen für bestehende Projekte oder neue Anlagen verwenden können. Wegen einer kleinen Differenz geht das Geschäft aber nochmals zurück an den Nationalrat.
Elf Projekte bis Ende 2017
Die Kredite sind unter anderem vorgesehen für Schneesportanlagen (13 Mio. Fr.), ein nationales Fussballzentrum (6 Mio. Fr.), ein nationales Eishockeyzentrum (5 Mio. Fr.) sowie für mehrere Schwimmzentren (6 Mio. Fr.). Insgesamt sind elf Projekte aufgeführt. Der Kredit läuft Ende 2017 aus.
Zum vierten Mal legt der Bund ein NASAK-Paket auf. Die bisherigen Pakete enthielten 1998, 2000 und 2007 insgesamt 94 Millionen Franken. Alleine mit den ersten zwei Paketen wurden 30 Projekte mit einem Volumen von rund 700 Millionen Franken ausgelöst. (npa/sda)

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