hotelarchiv
14.04.2009
Sanatorium Schatzalp, Davos (GR)
Ansichtskarte des Sanatoriums Schatzalp um 1905.
Ansichtskarte des Sanatoriums Schatzalp um 1905. (© Hotelarchiv Schweiz/zvg)

Baulicher Höhepunkt im Davoser Sanatoriumsbau war die Erstellung des Luxussanatoriums auf der Schatzalp 1899-1900 als einer der ersten Betonbauten in der Schweiz nach Plänen der bekannten Zürcher Architekten Pfleghard & Haefeli. Das avantgardistische Gebäude auf einer Anhöhe hoch über dem Dorf war mit einer hoteleigenen Drahtseilbahn erschlossen. Alle Zimmer hatten Liegebalkone und das Haus war mit den neusten technischen Errungenschaften, wie Zentralheizung, teilweise als Bodenheizung ausgeführt, und einem Personenaufzug sowie einem hohen Sanitärkomfort ausgestattet. Das Sanatorium besass zudem eine eigene Elektrizitätsversorgung, dessen Kraftwerkbau der Basler Firma Alioth symbolhaft gegenüber dem Hoteleingang angeordnet war.

Schnee auf dem Dach konserviert
Der hoch über dem Tal gelegene, moderne Neubau besass ein neuartiges System zur Konservierung des Schnees auf dem flachen Dach mit einem Ablauf des Schmelzwassers im Gebäudeinneren. Er war zudem einer der ersten Eisenbetonbauten in der Schweiz, erstellt durch die Zürcher Unternehmer Froté & Westermann, was ihm in den Fachzeitschriften grosse Publizität eintrug. Mit der Eröffnung des Sanatoriums kam auf die Wintersaison 1899/1900 auch eine Schlittelbahn nach Davos in Betrieb, die vier Jahre später zur Bobbahn umgebaut wurde.

  
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Drahtseilbahn Davos Schatzalp um 1900.   (© Hotel Schatzalp Davos/zvg)
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