Dem EuroAirport dürfe nicht Flugverkehr aufdiktiert werden, der an andern Flughafen unerwünscht sei, hielten die Regierungen in Basel und Liestal am Dienstag in Stellungnahmen ans Bundesamt für Zivilluftfahrt fest. Die Exekutiven äusserten sich zum Objektblatt des Sachplans des Bundes zur Infrastruktur der Luftfahrt (SIL) für den Flughafen Basel-Mülhausen.
Die beiden Basel kritisieren den im Mai vorgelegten Entwurf, insbesondere die Beschreibung der Funktion des EAP und die Rolle des
künftigen Bahnanschlusses. Dieser solle in erster Linie den EAP ins regionale Verkehrssystem einbinden und nicht zusätzlichen Verkehr aus Zürich und Genf nach Basel verlagern, wenn dort die Kapazitäten nicht mehr ausreichten.
Weiter verlangen die beiden Regierungen, dass die zweite Nord-Süd-Piste aus dem Objektblatt gestrichen wird. Für diese Option sieht die Basler Regierung «keinerlei Bedarf», da auch auf längere Sicht die Kapazitäten ausreichen. Die Erwähnung im SIL-Objektblatt für den EAP sei deshalb «unnötig und unangebracht». (npa/cv/sda)





