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tourismusprognosen
30.10.2012
Besserung kehrt erst im Sommer 2013 ein
Das Panoramarestaurant  «Alpen tower» auf 2250 m im Skigebiet von Meiringen-Hasliberg.
Das Panoramarestaurant «Alpen tower» auf 2250 m im Skigebiet von Meiringen-Hasliberg. (Bild: Swiss-Image)
Für die kommende Wintersaison 2012/13 rechnet BAK Basel mit einem Rückgang der Logiernächte um 0,9 Prozent. Erst im kommenden Sommer könnte die Talsohle erreicht sein und die Schweizer Hotellerie wieder auf einen Wachstumspfad zurückkehren.

In der Sommersaison 2012 musste die Schweizer Tourismuswirtschaft einen weiteren markanten Nachfrageeinbruch hinnehmen. Die aktuellste Schätzung von BAK Basel geht von einem Rückgang der Zahl der Hotelübernachtungen um rund 3,1 Prozent aus. Eine deutlich rückläufige Entwicklung zeigte sich insbesondere bei verschiedenen traditionellen westeuropäischen Märkten, wo sich der starke Franken besonders stark auswirkte. Auch die Binnennachfrage ging witterungsbedingt leicht zurück. Positiv entwickelten sich hingegen die Fernmärkte. Besonders stark von der Krise betroffen ist der Alpenraum, der seit 2008 rund 14 Prozent der Logiernächte verloren hat.

Mehr Schweizer Gäste im Winter erwartet
Mit einem Minus 0,9 Prozent bei den Hotelübernachtungen wird der Rückgang in der kommenden Wintersaison (von November 2012 bis April 2013) jedoch deutlich geringer ausfallen als in den vorangegangenen Wintersaisons, wie BAK Basel in einer Mitteilung vom Dienstag zu den Prognosen für den Schweizer Tourismus schreibt. Dabei soll bei der Nachfrage von inländischen Gäste ein stabilisierender Effekt ausgehen (+0,2%). Die Nachfrage ausländischer Gäste wird jedoch voraussichtlich um 1,8 Prozent abnehmen. Die deutlichen Rückgänge der Nachfrage aus Westeuropa können dabei teilweise durch die Fernmärkte aufgefangen werden.

Talsohle im Sommer 2013 durchschritten
Aufgrund der schwachen Wintersaison wird die Zahl der Hotelübernachtungen im anstehenden Tourismusjahr insgesamt noch einmal leicht um 0,3 Prozent zurückgehen. Gleichzeitig findet der Schweizer Tourismus im Jahr 2013 jedoch langsam Boden und kann in der zweiten Jahreshälfte sogar wieder leicht zulegen.

Ausgehend von einem tiefen Niveau wird 2014 die Schweizer Hotellerie zum Wachstum zurückfinden (+1,8%). Dieser Logiernächtezuwachs dürfte sich im Tourismusjahr 2015 noch akzentuieren (+2,8%). Die relativ hohe Wachstumsdynamik dieser Jahre ist vor allem darauf zurückzuführen, dass nach einigen mageren Jahren bei der Auslandsnachfrage Aufholprozesse einsetzen. Trotzdem wird insbesondere im Alpenraum das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht.

Wachstumsraten bei den Schweizer Bergbahnen
Gemäss den neusten Schätzungen von BAK Basel dürften die Verkehrserträge der Schweizer Bergbahnen im ablaufenden Tourismusjahr 2012 im Vergleich zur Vorjahresperiode real um rund 2,2 Prozent zurückgehen. Das Tourismusjahr 2013 bringt bei den Bergahnen die Rückkehr auf den Wachstumspfad (+1,6%). Den Hauptgrund für die erwartete Erholung sieht BAK Basel im starken Schweizer Binnenkonsum und der damit verbundenen Zunahme bei den Tagesgästen. Auch mittelfristig sind die Aussichten für die Schweizer Bergbahnen ansprechend (2014: +2.0%, 2015: +3.1%). (npa)

Quelle: BAK Basel: Prognosen für den Schweizer Tourismus

  
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