»
olympische winterspiele
10.09.2012
Bundesamt für Sport will 20 Millionen
Noch bevor der Startschuss für die Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2022 gefallen ist, meldet das Bundesamt für Sport (BASPO) seine Wünsche für den Sportnachwuchs an: Bis zu 20 Millionen Franken soll bald in dessen Förderung fliessen.

Derzeit stehen dafür jährlich 6 Millionen Franken zur Verfügung, ab Oktober werden es 9 Millionen sein und in absehbarer Zeit sollen es 20 Millionen werden, sagte BASPO-Sprecher Christoph Lauener auf Anfrage. Er bestätigte damit einen Bericht der «Sonntagszeitung».

Ob dieses Geld im Rahmen der Olympiakandidatur fliessen wird, ist derzeit noch offen. Gemäss BASPO-Chef Matthias Remund müsste die Sportnachwuchsförderung integraler Bestandteil der Kandidatur sein. Die Medaillengewinner von 2022 müssten jetzt gefördert werden.

Die Forderung des Bundesamtes für Sport kam noch vor dem Entscheid der Bündner Regierung, die sich am Montag offiziell hinter die Olympiakandidatur stellte. Am 3. März muss das Bündner Stimmvolk darüber befinden.

Am vergangenen Mittwoch hatte der Bundesrat seine Unterstützung für eine Kandidatur bekannt gegeben und 30 Millionen Franken dafür gesprochen. Ausserdem sprach er sich für eine Defizitgarantie von einer Milliarde Franken aus, sollten die Olympischen Spiele tatsächlich im Bündnerland stattfinden.

Schneesportzentrum
Unabhängig von einer Olympiakandidatur will das BASPO ein Schneesportzentrum aufbauen. Im Fokus steht derzeit laut Lauener Andermatt (UR). Der Schneesportnachwuchs trainiere schon dort. Die Realisation hänge aber von zur Verfügung stehenden Immobilien ab – namentlich Armeegebäuden. Mit dem Schneesportzentrum soll beispielsweise Skilagerförderung betrieben werden.

Konkret geplant sind Ausbauten in Magglingen (BE) und Tenero (TI). In Magglingen sollen die sportlichen Anlagen besser genutzt werden können. Geplant ist eine Traglufthalle, dank welcher die Leichtathleten im Winter bessere Trainingsbedingungen erhalten. «Die bestehende Halle platzt im Winter aus allen Nähten», sagte Lauener.

Für wie viel Geld schliesslich gebaut werden kann, entscheidet der Ständerat in der kommenden Herbstsession. Die vorberatende Kommission und der Bundesrat sprachen 50 Millionen Franken für national wichtige Sportanlagen. Der Nationalrat hatte im Sommer den Kredit einstimmig um 20 auf 70 Millionen erhöht. (npa/sda)

  
aktuelle Ausgabe der htr
hoteljob.ch - Stelleninserate

hoteljob.ch das Stellenportal für die Hotellerie, Gastronomie und den Tourismus mit monatlich über 410‘000 Seitenzugriffen.

Aktuelle Jobs auf hoteljob.ch:
htr immobilienbörse

Die Online-Plattform für Hotel- und Restaurant­immo­bilien