Für die mobile Überdachung des Beckens stimmten 13'617, dagegen waren 15'131. Die Stimmbeteiligung betrug 45,7 Prozent. Die Überdachung des Olympia-Beckens war bis zuletzt umstritten und beschäftigte bereits vor der Abstimmung die Gerichte.
Das Baurekursgericht warnte Anfang September, dass das Cabriolet-Dach so wie geplant gar nicht gebaut werden könne, weil es keine Traglufthalle sei, sondern ein Gebäude. Deshalb würden die Energie- und Wärmedämmvorschriften gemäss Gesetz gelten.
Für die Gegner des Cabriolet-Daches, in erster Linie Anwohner, war der Fall danach klar: Die Abstimmung würde zur Farce, weil die Abstimmungsinformationen in Sachen Energie falsch seien. Der Stadtrat wollte den Termin aber nicht verschieben.
Stadtrat soll Alternativen suchen
Das Resultat vom Sonntag nehmen sie deshalb mit Freude zur Kenntnis, wie Reto Westermann, Präsident des Referendumskomitees in einer Mitteilung schreibt. Es zeige, dass das Stimmvolk das "Geisi" weiterhin als reines Freibad nutzen wolle.
Nun sei es an Schul- und Sportvorsteher Stefan Fritschi (FDP), nach Alternativen zu suchen, um das Platzproblem im grössten Schwimmbad der Stadt doch noch zu entschärfen. Als Vorschlag nennt Westermann ein neues Trainingsbecken im neuen Sportzentrum am Deutweg.
Das Geiselweid wäre das erste Freibad in der Schweiz gewesen, das mit einer beweglichen Hülle überdacht worden wäre. Bei schönem Wetter wäre das Dach geöffnet, bei schlechtem geschlossen worden. Sieben Millionen Franken hätte das Dach gekostet. Zwei Millionen wollte der Bund beisteuern. (npa/sda)
Mit dem Nein zur Initiative «Schutz vor Passivrauchen» hat sich das Schweizer Stimmvolk von einem radikalen Rauchverbot distanziert. Hotellerie und Gastgewerbe atmen auf. Mehr zu dieser eidgenössischen und weiteren kantonalen sowie kommunalen Abstimmungsresultaten mit Branchenrelevanz lesen Sie hier:





