Deutlich grössere Ausstellungsflächen, ein Museumscafé und ein Shop – das neue Naturmuseum sei für St. Gallen «eine einmalige Chance», sagte Veronica Hälg, Präsidentin des Pro-Komitees an einer Medienorientierung vom Donnerstag. Im Komitee sind alle Parteien ausser der SVP vertreten.
Museumsdirektor Toni Bürgin hofft, dass in Zukunft jährlich 50'000 Besucher ins neue Museum kommen. Heute sind es 30'000. Die Ausstellungsfläche im alten Museum im Stadtpark sei relativ bescheiden. Die rund 300'000 naturkundlichen Objekte lagern zu einem grossen Teil in Magazinen.
In Zukunft soll zum Beispiel das Höhlenbärenskelett vom Wildkirchli ausgestellt werden. Geplant ist auch ein interaktives Grossrelief des Kantons St. Gallen. Zudem will Bürgin in den Aussenanlagen des neuen Museums vermehrt lebende Tiere zeigen.
Nachdem in den letzten Jahren Winterthur, Frauenfeld und Chur ihre Naturmuseen erneuert haben, will St. Gallen mitziehen und «mindestens um eine Liga aufsteigen», wie Bürgin sagte. Konkurrenz erhält St. Gallen auch durch Museumsprojekte in Solothurn, Luzern, Bern und Basel.
Das geplante St. Galler Naturmuseum kostet 40 Millionen Franken. 13 Millionen steuert die private Walter-und-Verena-Spühl-Stiftung bei. 7 Millionen hat der Kantonsrat gesprochen. Durch den Neubau im Osten der Stadt erhalten das Kunstmuseum und das Historische und Völkerkundemuseum im Zentrum mehr Raum. (npa/sda)





