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neuenburg
05.10.2012
Nach TransRun-Nein mehr Autonomie gefordert
Projektskizze: www.transrun.ch
Projektskizze: www.transrun.ch (Bild: zvg/transrun.ch)
Das Scheitern des Schnellbahnprojekts TransRun durch eine hauchdünne Mehrheit der Neuenburger Stimmberechtigten am 23. September sorgt für Unmut im Kanton. In La Chaux-de-Fonds werden mittlerweile sogar separatistische Töne laut.

Nach der Gründung der Facebook-Gruppe «Le Haut veut vivre» und der Einreichung einer Motion hat sich am Donnerstagabend in La Chaux-de-Fonds eine weitere Gruppe von rund einem Dutzend Personen zusammengefunden, um über mehr Autonomie der Regionen nachzudenken.

Der Gruppe gehört als «Beobachter» auch SP-Grossrat Alexandre Houlmann aus La-Chaux-de-Fonds an. Von ihm stammt auch die Motion, welche mehr Selbstbestimmung will. Sie wird von 13 Mitunterzeichnenden unterstützt, darunter Grossratspräsident Cédric Dupraz.
 
In einem Interview mit den Zeitungen «L'Impartial» und «L'Express» versichert Houlmann, dass er kein Separatist sei: «Heute bin ich es nicht, aber ich könnte es werden,» sagte Houlmann.
 
«Spitäler, Ingenieurschulen – alles geht (nach Neuenburg) hinunter, nichts kommt herauf», sagte Joaquim Manzoni, Mitinitiant der Reflexionsgruppe. Die Geringschätzung und Demütigung gegenüber den Berglern ist in seinen Augen so gross, dass er die Lösung entweder in der Schaffung von zwei Halbkantonen oder dem Anschluss an den Jura oder den Kanton Bern sieht.

Auch die Motion von Houlmann spielt nach dem Nein zu TransRun mit dem Sezessionsgedanken. So soll jede Gemeinde, falls sie es wünscht, ihre Zukunft «ausserhalb des Kantons» wählen können. (npa/sda)

Siehe auch Artikel «Le tourisme se passera du Transrun» und «TransRUN-Metro knapp gescheitert».

  
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