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bahnverkehr
19.10.2012
Schneller Verbindung Zürich-München später und teurer
(Bild: fotolia)
Der Ausbau der Bahnstrecke Zürich-München kommt nicht so schnell voran wie geplant. Schnellere Zugsverbindungen wird es frühestens im Jahre 2019 geben. Grund dafür sind Verzögerungen beim Ausbau der Bahnstrecke im Allgäu (D).

Die Elektrifizierung der Strecke zwischen Lindau und Geltendorf in der Nähe von München verzögere sich um mindestens zwei Jahre, bestätigte am Freitag Franz Lindemair, Sprecher der Deutschen Bahn (DB), einen entsprechenden Bericht im «Tages-Anzeiger». Zudem werde der Ausbau teurer als zunächst geplant.

Statt der ursprünglich veranschlagten 210 Millionen Euro werden die Kosten für das Projekt nun auf 298 Millionen Euro geschätzt. Zusätzliche Planungskosten, erweiterte Lärmschutzmassnahmen und umfangreichere Umbauten an Brücken und Bahnübergängen hätten die Verteuerungen und Verzögerungen verursacht, teilte die DB mit.

Die 150 Kilometer lange Strecke zwischen Lindau und Geltendorf wird heute noch mit Diesellokomotiven betrieben. Deshalb dauert eine Bahnreise zwischen Zürich und München im besten Fall vier Stunden und 11 Minuten. Mit der Elektrifizierung und dem Einsatz von Neigezügen soll die Reisezeit auf drei Stunden und 15 Minuten verkürzt werden.

Möglicherweise werde auch eine andere Fahrzeugtechnik als die geplante Neigetechnik eingesetzt, heisst es in einer Mitteilung der DB. Derzeit gebe es keinen für diese Strecke zugelassenen Fernverkehrszug, der mit Neigetechnik fahren könne.

Noch einige offene Fragen
Noch 2009 hatten Deutschland und die Schweiz angekündigt, die Elektrifizierung im Allgäu werde bis 2015 abgeschlossen sein. Doch schon bald verschob die DB den Termin auf 2017. Nun ist man vorsichtiger geworden. Erst wenn alle offenen Fragen geklärt seien, könne ein überarbeiteter Zeitplan genannt werden.

Alle Partner stünden nach wie vor hinter den Ausbaumassnahmen, wird seitens der Deutschen Bahn betont wird. Laut Volker Hentschel, Produktionsleiter DB Netz Bayern, belasten die Kostensteigerungen zwar das Projekt. «Aber wir hoffen, dass wir mit den Finanzierungsgebern eine Lösung finden können.»

Am Ausbau der Bahnstrecke beteiligen sollen sich sowohl der Bund als auch der Freistaat Bayern. Die Schweiz hat zudem 2009 in einer Vereinbarung eine Vorfinanzierung von 50 Millionen Franken zugesichert. (npa/sda)

  
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