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olympische winterspiele
10.09.2012
Spiele in den Schnee zurückholen
(Bild: zvg/gr2022.ch)
Graubünden habe gute Chancen, vom Internationalen Olympischen Komitee die Zusage für die Winterspiele 2022 zu bekommen. Das glaubt die Bündner Regierung. Die Bündner Kandidatur unterscheide sich im Konzept klar von jener aller Mitbewerber.

Mit den Austragungsorten St. Moritz und Davos wollen sich die Bündner lösen vom gängigen dualen Konzept, wo Wettkämpfe in Eis-Sportarten in einer Grossstadt stattfinden und der Schneesport in entfernten Bergen. Graubünden will die Spiele in den Schnee zurückholen, wie der Bündner Volkswirtschaftsdirektor Hansjörg Trachsel am Montag vor den Medien in Chur ausführte.

Alle bisher bekannten potentiellen Mitbewerber verfolgten das bekannte Stadt-Berg-Konzept, ob das nun Spanien mit Barcelona, Norwegen mit Oslo, die Ukraine mit Lwiw (Lemberg) oder Deutschland mit München sei. Nach diesem dualen Konzept seien die letzten Spiele in Vancouver aufgebaut gewesen, ebenso wie die kommenden beiden Austragungen von 2014 im russischen Sotschi und 2018 im südkoreanischen Pyeongchang.

Überzeugen wollen die Bündner zudem mit einer Abkehr vom wachsenden olympischen Gigantismus. Die Winterspiele im Bergkanton sollen mit Respekt vor Mensch und Natur durchgeführt werden. Neue Anlagen, die nach den Spielen unbenutzt wieder verfallen, will man keine bauen. Wo die bestehende Infrastruktur nicht ausreicht, sind temporäre Bauten vorgesehen. (npa/sda)

Siehe auch «Bundesrat stellt sich hinter Davos/St. Moritz»

  
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