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gstaad
28.09.2012
Standort für millionenschweres Kulturzentrum umstritten
(Bild: zvg)
Dass in Gstaad ein millionenschweres Kulturzentrum entstehen soll, darüber sind sich die Einheimischen einig. Über den richtigen Standort und die Gestaltung hingegen, gehen die Meinungen auseinander.
bk/sda

Das neue Kulturzentrum "Les Arts de Gstaad" soll eine bisherige Zeltanlage ersetzen. Dies wurde in der öffentlichen Mitwirkung von den meisten begrüsst, wie die Gemeinde Saanen, zu der die Ortschaft Gstaad gehört, am Donnerstag mitteilte. Vereinzelte Mitwirkende fänden, dass Gstaad mit dem rund 100 Millionen schweren Projekt übers Ziel hinausschiesse. Definitiv auseinander gehend die Meinungen jedoch bei der Wahl des Standorts und bei der Ausgestaltung der Gebäude.

Für die einen ist der Standort direkt hinter dem Bahnhof dank seiner Nähe zum Dorf ideal, für die anderen ist das Gelände zu eng und nur schwierig zu erschliessen, wie aus der Mitteilung der Gemeinde weiter hervorgeht. Das Gleiche gilt auch in Bezug auf die Gestaltung: was die einen als grossen Wurf betrachten, der zum Dorfbild passe, lehnen andere als überdimensioniert ab.

Begrüsst wurde das Kulturzentrum mit Busbahnhof und unterirdischen Parkplätzen vor alle von Organisationen und Gästen. Etwas anders sehen es die Anwohner. Sie befürchten, dass sie vor allem während der Bauzeit, aber auch später, übermässige Immissionen in Kauf nehmen müssen. Die Gemeinde wird nun die Stellungnahmen im Detail auswerten. Das überarbeitete Projekt wird dann zur Vorprüfung an den Kanton geschickt.

Die Bevölkerung soll voraussichtlich im Herbst 2013 über das Bauvorhaben abstimmen können.

100 Millionen aufbringen

Das Projekt ist seit rund einem Jahr im Gespräch. Private Initianten wollen neben dem Bahnhof ein Kulturzentrum mit Konzertsaal für 1200 Personen bauen. Das Zentrum soll internationale Ausstrahlung haben. Gstaad ist seit Jahren Musik in den Ohren von Klassik-Freunden: das Menuhin- Festival zieht jeden Sommer zahlreiche Besucher an. Für den Bau des Zentrums wollen private Initianten rund 100 Mio. Franken sammeln. Weitere 50 Mio. Franken sollen für den Unterhalt des Gebäudes zusammenkommen. Mit 35 Mio. Franken soll das Menuhin-Festival langfristig gesichert werden. Auf die Gemeinde kommen inklusive Erschliessung Kosten von rund 12 Mio. Franken zu.

  
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