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studie
30.10.2012
Winterspiele würden Umsatzschub und Logiernächte bringen
(Bild: zvg/gr2022.ch)
Olympische Winterspiele in Graubünden 2022 brächten der ganzen Schweiz in den nächsten zehn Jahren einen Umsatzschub von vier Milliarden Franken. Dank der Spiele würden ausserdem etwa eineinhalb Millionen Logiernächte zusätzlich anfallen.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine von den Promotoren der Olympischen Winterspiele Graubünden 2022 in Auftrag gegebene und am Dienstag im bündnerischen Landquart vorgestellte wissenschaftliche Studie. Umsätze würden erzielt durch Kandidaturausgaben, durch Veranstaltungskosten oder Investitionen.

Olympische Winterspiele in Graubünden wären der grösste je in der Schweiz durchgeführte Sportanlass. Auf der Basis der vermuteten Wertschöpfung wäre die Sportveranstaltung vier Mal grösser als die Fussball-Europameisterschaft im Jahre 2008.

Bündner Tourismus als Hauptnutzniesser
Die Wissenschaftler schätzen, dass bei den Spielen über die Hälfte der Wertschöpfung und der Logiernächte ausserhalb Graubündens anfallen. Hauptnutzniesser wäre trotzdem der Bündner Tourismus. Bis zu 750'000 zusätzliche Logiernächte wären zu erwarten. Die Bruttowertschöpfung in Graubünden wird bis 2022 auf bis 1,8 Milliarden Franken geschätzt.

Auch der Fiskus käme zum Zug: Die Steuereinnahmen würden sich schätzungsweise auf bis 440 Millionen Franken belaufen, bis 95 Millionen Franken davon in Graubünden.

Wachstumsmotor
Werden alle politischen Hürden genommen und würde Graubünden mit der Durchführung der Olympischen Winterspiele 2022 betraut, wäre der Kanton seine Wachstumssorgen mit einem Schlag los. Die in der Studie geschätzte Wertschöpfung entspräche einem Anteil an der kantonalen Bruttoinlandproduktion (BIP) von 1,6 bis 2 Prozent.

Betriebswirtschaftlich bleibt es im Gesamtbudget dabei, dass Olympische Winterspiele in Graubünden ungedeckte Kosten von 1,3 Milliarden Franken verursachen würden. Vorgesehen ist, dass der Bund einen Beitrag von einer Milliarde Franken zur Verfügung stellt. Die Parteien äusserten sich in einer Anhörung mehrheitlich kritisch zu dieser Absicht.

Ein zweiter Teil der Studie, der Ende Jahr vorgestellt wird, befasst sich mit dem langfristigen Vermächtnis von Olympischen Winterspielen. Olympische Winterspiele würden nur Sinn machen, «wenn wir ab dem Jahr 2023 einen Nutzen daraus ziehen können», sagte Gian Gilli, Direktor des Vereins Olympische Winterspiele Graubünden 2022. (npa/sda)

  
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