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29.09.2011
Online mitreden
ST-Direktor Jürg Schmid betonte, wie wichtig die Themen des Hotelmarketingtags sind. Die Branche teilte diese Ansicht: Rund 300 Besucher kamen zum Anlass.
Simone Leitner

Wir wollen keine zweite Landwirtschaft werden», sagte Jürg Schmid am Hotelmarketingtag im Hotel Schweizerhof in Luzern und sprach damit das Jammern der Branche wegen dem starken Schweizer Franken an. «Wir haben nun gelernt, dass eine Stärke auch zur Schwäche werden kann.» Aber Verzweifeln sei definitiv kein Strategieersatz. Schmid sprach Klartext, denn die Zukunft birgt weitere Hürden: «Wir müssen mit höheren Kommissionen der globalen Online-Distributionskanäle rechnen.» Bitter für die Branche, denn dieser Aspekt tut besonders weh. Schmid empfahl, lieber den Gast zu verwöhnen als die Systeme. Wenig euphorisch präsentierte sich auch die Umfrage von Schweiz Tourismus «Warum ein Gast Konkurrenzdestinationen der Schweiz vorzieht». An erster Stelle steht mit 27 Prozent ein akzeptabler Grund: einen neuen Ferienort kennenzulernen. Was Jürg Schmid aber mehr beunruhigte, sind die 5 Prozent der Gäste, die angaben, die Gastfreundschaft in der Schweiz sei für sie nicht ausreichend.

Auch Guglielmo L. Brentel, Präsident von hotelleriesuisse, unterstrich, dass Herr und Frau Schweizer vermehrt ins Ausland reisen. Dabei verblüfft vor allem eine Zahl: 12,4 Prozent Schweizer verbringen ihre Ferien in Österreich. «Wir sind die Chinesen der Österreicher», so Brentel. Die Tragik dieses gelungenen Vergleichs war den rund 300 anwesenden Hoteliers ins Gesicht geschrieben. Guglielmo L. Brentel weiter: Der starke Franken lasse sich nicht «wegvermarkten». Aber: «Zukunftsfähige Strategien im Hotelmarketing sind mehr denn je gefragt.»

In schwierigen Zeiten gilt es, alle Bereiche des Hotelalltags zu optimieren – auch das eMarketing. Experten referierten am Hotelmarketingtag, durch den Tagesschau-Moderatorin Katja Stauber führte, zu Social Media, Online-Bewertungen und Hotelwebseiten. Hilary Murphy, Professorin an der Ecole hôtelière de Lausanne erklärte, warum immer mehr Unternehmen auf Social Media setzen: «Über soziale Medien können Unternehmen rasch und günstig mit einem grossen Zielpublikum kommunizieren.» Sie brachte den Anwesenden die wichtigsten Kanäle Twitter, LinkedIn, YouTube, Flickr, Facebook, Myspace und auch Standort-basierte Channels wie Foursquare näher. Eine neue Studie zum Thema Bewertungsplattformen präsentierte Thomas Allemann von hotelleriesuisse. Fazit: Wer bei hotelleriesuisse hoch klassiert ist, über ein Qualitätsmanagementsystem (Q-Siegel) verfügt und grossen Akzent auf die Hotelzimmer und den Service legt, erfüllt wichtige Kriterien für eine gute Gästebewertung.

hotelleriesuisse: Neuer Leitfaden ­«Mobile Medien»
Im Oktober publiziert hotelleriesuisse den Leitfaden«Mobile Medien». Für Mitglieder von hotelleriesuisse kostet die Publikation 35, für Nichtmitglieder 70 Franken. Sie kann im eShop bezogen werden.

  
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