Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) kletterte um die Hälfte auf 300 Millionen Franken, wie Gategroup am Donnerstag auf Basis von vorläufigen und ungeprüften Zahlen mitteilte.

Dieses Ergebnis belege die markanten Fortschritte, die mit Blick auf die Ziele der Gateway-2020-Strategie erreicht worden seien, schreibt das Unternehmen. Die ehemalige Swissair-Tochter musste in den letzten Jahren einige Turbulenzen durchfliegen: Auf rote Zahlen folgten Sparprogramme und Restrukturierungen, unzufriedene Investoren verlangten mehr Einfluss.

2015 stellte das Management schliesslich den Gateway 2020 genannten Turnaround-Plan vor. Mit diesem Plan sieht sich Gategroup nun auf Kurs. In den letzten eineinhalb Jahren hätten über 100 neue Kunden gewonnen werden können. Die Expansion in neue strategische Märkte wie Frankreich, Afrika sowie Schlüsselstandorte in Lateinamerika und Asien-Pazifik sei vorangetrieben worden.

«Wir befinden uns auf dem richtigen Weg», bilanziert Gategroup-Chef Xavier Rossinyol in der Mitteilung. Den halben Weg habe Gategroup hinter sich.

Allerdings ziehen erneut dunkle Wolken über dem Unternehmen auf.Grund dafür ist die chinesische Muttergesellschaft. 2016 kaufte die chinesische HNA-Gruppe den Bordverpfleger. Inzwischen ist der hochverschuldete Konzern weltweit ins Visier geraten wegen seiner undurchsichtigen Eigentümerstruktur.

Die Eidgenössische Übernahmekommission hatte HNA etwa wegen teils falscher und unvollständiger Angaben beim Kauf von Gategroup eine Gebühr von 50'000 Franken aufgebrummt. Zudem meldete sie den Fall den Strafverfolgungsbehörden und der Finanzmarktaufsicht.Inzwischen prüft HNA, ob Gategroup wieder an die Börse gebracht werden soll. (sda/pt)