Als erstes erhalten Bewohnerinnen und Bewohner von Ostermundigen nun einen Faltprospekt mit Barcode-Klebern, wie die beiden Organisationen am Freitag gemeinsam mitteilten. Will jemand Lebensmittel spenden, steckt er oder sie die Esswaren in eine handelsübliche Einkaufstasche und befestigt den Kleber daran.

Dann wird die Tasche morgens vor acht Uhr beim Hausbriefkasten deponiert und der Pöstler nimmt die Tasche mit. «Tischlein deck dich» bringt sie in der Folge nach Grenchen in eine von landesweit sechs Logistikplattformen dieser Non-Profit-Organisation.

Dort werden die Lebensmittel sortiert und an die Abgabestellen in den Regionen geliefert. Danach gelangen die Esswaren zu Grossfamilien, Alleinerziehenden, «Working Poors», Sozialhilfeempfänger oder Migranten.

Die Taschen dürfen mehr wiegen als zehn Kilogramm. «Tischlein deck dich» nimmt weder Frisch- noch gekühlte und tiefgekühlte Produkte entgegen, sondern beispielsweise Reis und Konserven. Das Mindesthaltbarkeitsdatum darf nicht überschritten sein.

Das Pilotprojekt dauert bis Ende Januar – in Grenchen und Bettlach (SO) hatte die Post bereits Anfang November damit begonnen. Ziel sei es auch, die Briefträger besser auszulasten, hiess es damals von Seiten der Post. (sda/npa)