Die österreichische Hotelkette Jufa und der Investor ITW aus Liechtenstein wollten in Wildhaus ein Erlebnis-Hotel für 21 MillionenFranken bauen. Die Gemeinde stimmte über einen Baurechtsvertrag über 6700 Quadratmeter Bauland und einen Investitionsbeitrag von sieben Millionen Franken ab. Die Absage ist mit 463 zu 749 Stimmen deutlich. Die Stimmbeteiligung betrug 64,8 Prozent. Das Projekt war in der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann umstritten.Kritik kam vor allem von einheimischen Hoteliers, die seit Jahren mit sinkenden Logiernächtezahlen kämpfen. Sie fürchteten, dass das neue Hotel ihre Schwierigkeiten noch verschärfen würde.

Das Projekt sah den Bau eines Jugend- und Familienhotels mit 70 Zimmern und 200 Betten vor. Geplant waren auch ein Restaurant, ein Indoor-Spielbereich, eine Bowlingbahn, Wellnessangebote, eine Wassererlebniswelt sowie eine Mehrzweckhalle für Sport und Seminarräume. Die Anlagen sollten auch der Dorfbevölkerung zugänglich sein. Die Hotelkette Jufa und der Gemeinderat rechneten mit jährlich25'000 bis 30'000 Gästeübernachtungen. Für die Behörden war klar, dass der Betrieb eine touristische Wertschöpfungskette auslösten würde. Der Gemeinderat hatte den Stimmberechtigten ein Ja zur Vorlage empfohlen. Der Kanton sollte zudem ein zinsloses Darlehen von 2,5 Millionen Franken gewähren. (sda/og)