Wie die am Freitag veröffentlichten provisorischen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) zeigen, stieg im September die Zahl der Hotelübernachtungen auf knapp 3,6 Millionen an. Das sind 5,1 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode.

Wie bereits über das ganze Jahr hinweg war das Wachstum auch im Berichtsmonat zu einem grösseren Teil ausländischen Gästen zu verdanken. Hier nahm die Zahl der Buchungen um 6,6 Prozent auf knapp 2 Millionen zu. Gäste aus dem Inland sorgten derweil für 1,6 Millionen Logiernächte, was einer Zunahme von 3,4 Prozent entspricht.

Mehr Besucher aus den Euroländer
Dabei bestätigte sich der Trend der vorangegangenen Monate. So wird die Destination Schweiz bei den Nachbarländer nicht zuletzt dank des schwächeren Frankens wieder beliebter.

Besonders stark wirkt sich die Zunahme an deutschen Gästen aus, die nach wie vor den grössten Anteil an den Hotelübernachtungen hierzulande ausmachen. Im Berichtsmonat sorgten sie für 357'596 Logiernächten (+9873). Aber auch aus Frankreich (+4103), Italien
(+3141) und Österreich (+9414) übernachteten erneut mehr Gäste in Schweizer Hotels. Zusammen steuerten sie im September 216'506 Hotelübernachtungen bei.

Der relativ starke Zuwachs bei österreichischen Gäste sei dabei teilweise auf eine Zusammenarbeit mit dem österreichischen Pensioniertenverband zu verdanken, sagte Schweiz-Tourismus-Sprecher Markus Berger auf Anfrage. Zwischen September und November würde die Vereinigung erstmals seit 10 Jahren wieder Pauschalreisen in die Schweiz anbieten.

Solides Wachstum bei den Amerikanern

Das Zugpferd bleibt die USA. Bereits seit drei Jahren sorgen amerikanische Gäste für ein solides Wachstum bei den Hotelübernachtungen in der Schweiz, wie der Experte sagte. Im Schnitt verbuchten sie monatlich Zuwächse um 10 Prozent.

Das gilt auch für den Berichtsmonat. Im September trugen sie mit einem Plus von 21'165 Logiernächten wesentlich zum Gesamtwachstum bei. Mit insgesamt 243'443 Hotelübernachtungen sind sie mit Abstand das zweitwichtigste Herkunftsland der Schweiz, gefolgt von Grossbritannien mit 151'076 Logiernächte auf Platz drei (+6552).

Ebenfalls profitiert hat die Schweizer Hotellerie von Gästen aus dem viertgrössten Herkunftsland China (+12'404) und Indien (+11'139), das auf Platz 7 steht. Aber auch Gäste aus Südkorea besuchen die Schweiz immer öfter. Deren Übernachtungszahlen legten im September erneut zu (+9531). Das Land belegt derzeit Platz 9 und liegt damit noch vor Spanien.

Weniger Gäste aus den Golfstaaten
Dagegen kamen weniger Gäste aus den Golfstaaten in die Schweizer Hotels. Die Logiernächte aus den eher kleineren Herkunftsregionen sanken um 31'087 auf 103'432.

Vor allem das Fernbleiben der Touristen aus Saudi Arabien (-17'476) wirkte sich auf die Logiernächte in der Schweiz aus. Grund dafür ist laut Berger hauptsächlich die Krise in Qatar, weswegen die Übernachtungszahlen von Besuchern aus den Golfstaaten auch über das Jahr hinweg im Minus stehen. Wobei einzelne Monate schwierig zu beurteilen seien.

Unter dem Strich verbucht die Schweizer Hotellerie nach den ersten neun Monaten 29,7 Millionen Logiernächte. Das entspricht gegenüber der Vorjahresperiode einer Zunahme von 4,5 Prozent. Rückläufig war die Zahl der Hotelübernachtungen einzig im Februar und März.
(sda/npa)