Jürg Schmid liess an seiner ersten Generalversammlung als GRF-Präsident das Jahr Revue passieren und liess den Blick auch in die Zukunft schweifen: «Der Turnaround im Tourismus soll uns freuen, aber nun müssen wir die besseren Zeiten nutzen, um weiterhin konsequent an der Qualität zu arbeiten und die Erweiterung der Märkte zu fördern.»

Die Gründe für die positive Entwicklung sieht Schmid im frühen Winterstart und den kräftigen Schneefällen in den vergangenen Monaten. Im Vergleich zum Vorjahr kamen 5,9 Prozent mehr Wintergästen nach Graubünden. Entspannt hat sich ausserdem die Währungssituation, und der Frankenkurs pendelte sich wieder auf einem tieferen Niveau ein.

Zunahme bei den Logiernächten
Wie sich das auf die Gästezahlen auswirkte, zeigte Martin Vincenz, CEO von GRF, in seiner Präsentation. So haben 2017 4,85 Millionen Gäste in Graubünden Ferien gemacht; in den zwei Jahren zuvor waren es 4,63 Millionen Personen. Bei der grössten Gästegruppe, den Schweizern, betrug der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr 5,4 Prozent.

«Nach den schwierigen Wintern der letzten Jahre tut ein solches Ergebnis gut und wir gehen von einer Fortsetzung des Wachstums im kommenden Sommer und den weiteren Saisons aus», sagte Vincenz. Nicht nur wettermässig, sondern auch in finanzieller Hinsicht endete das Jahr für GRF positiv, erzielte das Unternehmen doch einen Geschäftserfolg von 8000 Franken, bei «taktischen Rückstellungen» von über 250'000 Franken.

Umstrittenes Fotografierverbot machte Furore
Erfolgreich in Erinnerung bleibt bei GRF auch das «Herzliche Fotografierverbot» aus Bergün. Die Aktion hatte mit ihrem überraschenden Ansatz national und international für Medienaufmerksamkeit gesorgt. So sei in 61 Ländern und auf sechs Kontinenten über Bergün berichtet worden. Erst am Dienstag gewann die Kampagne zudem die bronzene Auszeichnung beim Werbe- und Kommunikationsbranchenanlass Swiss Effie Award.

An der 20. ordentlichen Generalversammlung wurden Reto A. Wilhelm und Corinne Denzler als Vorstandsmitglieder wiedergewählt. (htr/pt)