Verwaltungsratspräsident Daniel Fischer präsentierte den 450 Aktionären einen Umsatz von rund 5,4 Millionen Franken (Vorjahr: rund 5,7 Millionen Franken), der je zur Hälfte im Bahnbetrieb und im Berghaus Niesen Kulm erwirtschaftet wurde. Erzielt wurden 181'422 Frequenzen, was dem Besuch von rund 95'000 Gästen entspreche. Dies ist laut dem Bergbahn-Unternehmen der fünftbeste Wert der letzten 16 Jahre. Auffällig sei, dass die Gäste ausgabefreudiger waren: Während ein Gast im Rekordjahr 2017 durchschnittlich 54 Franken ausgab, waren es im Berichtsjahr knapp 60 Franken. Der Cashflow als zentrale unternehmerische Kennzahl betrug im Berichtsjahr rund 1,2 Millionen Franken, respektive 22,4 Prozent (Vorjahr: 20,7%).

Trotz anspruchsvollem Marktumfeld stellte der Verwaltungsrat fest, dass die Niesenbahn AG auf Kurs ist: Konstanter Cashflow seit Jahren, ein hohes Niveau der Besucherzahlen, eine positive Entwicklung der Durchschnittserträge je Gast, eine weitere Erhöhung der Rückstellungen um 163‘000 Franken, erfreuliche Kennzahlen im langfristigen Vergleich. Per Ende 2017 war die letzte Hypothek von einer Million Franken zurückbezahlt und die Eigenkapitalquote dadurch bei 38,9 Prozent. Die 450 Aktionäre vertraten an der Generalversammlung 80 Prozent des Aktienkapitals und stimmten den Anträgen des Verwaltungsrates vollumfänglich und einstimmig zu; sie entlasteten die Organe für das Geschäftsjahr 2017, womit dieses abgeschlossen ist.

An der Generalversammlung 2017 als neuer Geschäftsführer vorgestellt, hat Urs Wohler sein erstes Geschäftsjahr erfolgreich hinter sich. Zum erfahrenen Leitungsteam gehören Maria Hari als Leiterin Gastronomie sowie Hansueli Mani als Leiter Technik und Betrieb. Neu im Amt ist seit Sommer 2017 die soeben erfolgreich diplomierte Tourismusfachfrau Cristina Dähler als Leiterin Marketing und Verkauf sowie die langjährige Mitarbeiterin Marlène Wyssen als Leiterin Personal und Finanzen. Unterstützt wird das Leitungsteam durch ein zunehmend breiter abgestütztes Kader.

«Berghaus 2019» – Wetterunabhängigkeit ist das Ziel
Verwaltungsrat und Geschäftsführung sind überzeugt, dass nebst ständigen Investitionen ins Produkt und dem Verfolgen einer konsequenten Strategie wetterunabhängig erfolgreiche Angebote von zentraler Bedeutung für den künftigen Erfolg sind. Daniel Fischer sagt: «Wir wollen auch bei zweifelhafter Witterung erfolgreich sein, damit wir unsere Mitarbeitenden regelmässig beschäftigen und künftige Investitionen finanzieren können». Deshalb hat der Verwaltungsrat das Sanierungs- und Entwicklungsprojekt «Berghaus 2019» lanciert, dessen Umsetzung jetzt begonnen hat. Somit war 2017 «das letzte normale Jahr einer erfolgreichen Phase», welche jetzt – im 108. Betriebsjahr – durch eine intensive Bauzeit bei gleichzeitigem Betrieb abgelöst wird.

An der Generalversammlung wurden die Aktionäre ausführlich über das Projekt Berghaus 2019 informiert. Vorgesehen ist eine Bauzeit von einem Jahr, investiert werden rund 6,7 Millionen Franken. Die Finanzierung wird mit Eigenmitteln sowie Hypotheken sichergestellt. Für Planung und Umsetzung zeichnet das einheimische Architekturbüro Jaggi Frei Brügger aus Frutigen verantwortlich, nebst zahlreichen regionalen Unternehmungen.

Eine Baukommission unter der Leitung von Verwaltungsrats-Vizepräsident Martin Andres führt das Projekt. Im Frühjahr 2019 wird die Niesenbahn AG eine nächste betriebliche Entwicklungsphase mit 60 bis 70 zusätzlichen Plätzen, Räumen für geschlossene Anlässe, drei neuen Berghauszimmern und diversen technischen Erneuerungen starten. Dabei stehen die historische Standseilbahn von 1910 und das ursprüngliche Berghaus von 1856 mit ihren unverwechselbaren Werten sowie die rund 70 mehrheitlich einheimischen Mitarbeitenden im Zentrum der unternehmerischen Tätigkeit. (htr)