Die vergangene Saison hatte es in sich: Ganze 40 Tage blieben die Pisten in der vergangenen Saison auf dem Mittelallalin geschlossen. Das sind doppelt so viele wie im Vorjahr. Grund waren massive Schneefälle und starker Wind. Trotzdem kann das Saastal eine Zunahme der Logiernächte um 5,38 Prozent und eine Zunahme der Ersteintritte um 12,2 Prozent vorweisen: «Unter Berücksichtigung der Herausforderungen dieser Saison sind die Zahlen top!» freut sich Pascal Schär, Geschäftsführer von Saastal Tourismus AG.

Der Schnee kam spät und in überwältigender Menge: Der Rekord lag bei über zehn Meter Neuschnee auf dem Mittelallalin. Das sind 57 Prozent über dem Zehnjahresdurchschnitt. Die Schneemassen gepaart mit heftigen Windverhältnissen haben dem Saastal einen schwierigen Start ins Jahr beschert. Pisten blieben geschlossen, Bahnen standen still. Entsprechend blieben Betten leer. Den harzigen Beginn konnte die Region allerdings wettmachen: Die Logiernächte der Wintersaison 2017/18 haben im Vergleich zum Vorjahr um 5,38 Prozent zugenommen. «Wir mussten das Skigebiet oft schliessen. Wenn man bedenkt, dass wir letztes Jahr bei den Logiernächten eine Steigerung von 17 Prozent zum Vorjahr erzielen und jetzt nochmals eine Zunahme über 5 Prozent realisieren konnten, ist das ein stolzes Ergebnis», so Pascal Schär.

Auch bei den Ersteintritten konnte man um 12,2 Prozent zulegen. Insgesamt sei man sehr zufrieden mit der Saison, summiert er. Die Schneemassen waren letztlich doch ein Segen. Meterhohe Schneewogen hüllten das Saastal die gesamte Saison in ein märchenhaftes Winterkleid – zur grossen Freude der Besucher. Pascal Schär berichtet: «So viel Schnee haben viele schon lange nicht mehr gesehen, einige noch gar nie. Die Begeisterung war riesig!»

Crowdfunding-Wintercard soll in der nächsten Saison leicht teurer werden
Grund für den Erfolg sei auch in der vergangenen Saison die Crowdfundig-Aktion «Wintercard»: Die Wintersportler seien häufiger ins Saastal gekommen und hätten dementsprechend mehr in Hotellerie, Gastronomie und im Kleingewerbe konsumiert. «Alle Leistungsträger konnten merkbar vom Gästestrom profitieren. Das freut uns natürlich enorm», so Pascal Schär.

An diese Erfolge wolle man anknüpfen: «Wir glauben an die Wintercard für die gesamte Region», so der Geschäftsführer der Saastal Tourismus AG. Ab Mitte Mai soll das Sonderangebot in die nächste Runde gehen. Zum dritten Mal in Folge können sich Wintersportler zusammentun und mittels Crowdfunding Saisonkarten zum Preis von 233 Franken für die Skigebiete des Saastals verwirklichen. In den letzten zwei Jahren hat die Wintercard jeweils 222 Franken gekostet, das Angebot ist also leicht teurer geworden. Ab dem 15. Mai soll die Webseite we-make-it-happen-again.ch zur Registrierung freigeschaltet werden. (htr/og)