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dolce vita
27.01.2011
Havannas aus der Keramik-Dose
Die beliebtesten Havannas in der Schweizer Hotellerie sind Partagas, Montecristo, Hoyo und Cohibas. Im Jar lassen sich die Zigarren dekorativ aufbewahren.
Simone Leitner

Ein Eyecatcher in jedem Humidor ist der Porzellan-Jar gefüllt mit Havannas. Eine Dose aus Keramik, die nicht nur mit wertvollem Inhalt punktet, sondern auch optisch die Herzen der Aficionados höher schlagen lässt. Die Porzellan-Editionen der bekanntesten Zigarrenlabels Kubas sind mit jeweils 25 Montecristo Edmundo (475.–), ebenso vielen Romeo y Julieta Short Churchill (430.–), Cohiba Siglo VI (940.–) oder auch Partagas Serie P No 1 (485.–) bestückt. «Unsere Gäste lieben die Zigarren aus der Keramik-Dose sehr und fragen oft nach der Geschichte des Jars», sagt Roman Codina, Food & Beverage Manager des Hotel Bellevue Palace in Bern. Die neue Smoker-Lounge «Le Fumoir» sei sehr gut frequentiert, «nicht zuletzt auch wegen der exklusiven Zigarrenauswahl, die wir unseren Gästen bieten können», so Codina weiter. Das «Bellevue» habe das Glück, Raritäten aus Kuba in kleinen Mengen einkaufen zu können.

Robusto-Formate werden von den Gästen gerne geraucht
Auch der letztjährige Cigar Man of the Year verkauft Havannas gut. «Eine sehr beliebte Zigarre bei uns ist die Hoyo de Monterrey Petit Robusto. Überhaupt sind Robusto-Formate sehr beliebt», beobachtet Thomas Frei vom Hotel Bernerhof. Und wenn Genussraucher in seiner grosszügigen Gstaader Cigar-Lounge etwas Spezielles möchten, «nehmen sie meistens ein Diademas-Format (Havanna & Davidoff)». Auch im Spiezer Hotel Belvédère haben Zigarren aus Kuba die Nase vorne. «Die Havannas verkaufen sich am besten, dabei dominieren die Marken Cohiba und Montecristo», sagt Direktor Markus Schneider. Und das Hotel Kulm in St.Moritz ist mit einer neuen Cigar-Lounge und einer umfangreiche Karte mit Schwerpunkt auf Produkte kubanischer Herkunft in die Wintersaison gestartet .

Der Jar, ein Keramik-Topf aus dem späten 18. Jahrhundert
Doch Zigarren im Keramik-Jar bleiben nur wenigen Hotel-Cigarlounges vorbehalten. Die Geschichte dieser Keramikdosen reicht weit zurück: Bereits im späten 18. Jahrhundert verwendeten kubanische Zigarrenhersteller derartige Keramik-Jars zur Aufbewahrung ausgewählter Produkte. Die Dosen, die sich auch als Humidor benutzen lassen, haben im Deckel ein entsprechendes Befeuchtungselement eingebaut. Interessant sei der Jar auch für die Reifelagerung von Zigarren, sagt Yannick Goetschy, Product Manager Habanos bei Intertabak AG. Besonders durch die Aufbewahrung des Topfes in einem Humidor – wie in den Hotellounges – kommen die Zigarren kaum in Kontakt mit Sauerstoff und würden dadurch langsamer, aber nachhaltiger reifen.

Die Keramik-Jars seien nicht limitiert, jedenfalls nicht alle, betont Goetschy von Intertabak. «Das Interesse ist bei Aficionados gross.» Oder anders: Die Nachfrage nach diesen und anderen Havannas ist – trotz des Rauchverbots – laut Intertabak nicht eingebrochen.

  
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