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ausbildung
11.12.2017
Luzerner Kantonsrat setzt sich für Kochunterricht ein
Im Fächermenü der Luzerner Neuntklässler soll das Wahlpflichtfach Kochen stehen. Der Kantonsrat hat seine finanzpolitischen Grundsätze links liegen lassen und mit 67 zu 38 Stimmen ein Postulat überwiesen, das eine Stärkung des Fachs Nahrungsmittelzubereitung forderte.

Der Kanton Luzern führt mit dem Lehrplan 21 auf das Schuljahr 2019/20 das neue Fach Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (WAH) ein. Die Nahrungsmittelzubereitung wird vor allem in der 8. Klasse gelehrt und geübt. In der 7. und 9. Klasse werden wirtschaftliche und Arbeitsthemen vermittelt.

Priska Wismer (CVP) forderte mit einem Postulat, dass in der 9. Klasse die Nahrungsmittelzubereitung als Wahlpflichtfach angeboten werde. Es gehe hier nicht nur um ein bisschen Köcheln, sagte sie am Montag im Kantonsrat, sondern um elementare Lerninhalte.

Wismer nannte als wichtige Themen, die im Fach Nahrungsmittelzubereitung praxisbezogen unterrichtet würden, «Food Waste» oder Regionalität und Saisonalität von Produkten. Das Fach biete die ideale Lernumgebung für exaktes, vorausschauendes und sauberes Arbeiten.

Unterstützung erhielt Wismer vor allem von ihrer Fraktion sowie von der SP und den Grünen. Die Schule werde immer kopflastiger, hiess es. Kochen gehöre zur Kultur. Es sei falsch, den Lehrplan 21 zwingend kostenneutral umsetzen zu wollen.

Sprecher der SVP, FDP und der GLP verwiesen dagegen gerade auf die zusätzlichen Lohnkosten von 250'000 Franken, die das Wahlpflichtfach schaffen würde. Bemerkt wurde auch, dass das Fach wohl nur von den Interessierten belegt werde.

Bildungsdirektor Reto Wyss erinnerte das Parlament an seine eigenen finanzpolitischen Grundsätzen. Der Kantonsrat habe dem Regierungsrat den Auftrag gegeben, den Lehrplan 21 ohne zusätzliche Kosten umzusetzen. Vor einer Woche habe er der Regierung in der Budgetdebatte zudem zu finanzpolitischer Disziplin verpflichtet. (sda/npa)

  
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