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verkauf
6.02.2018
«Ferienverein» wird definitiv saudisch
An der ausserordentlichen Generalversammlung vom Dienstag hat die Poscom Ferien Holding AG beschlossen, das gesamte Portfolio des Ferienvereins an den saudischen Investor Sami al Angari zu veräussern. Das nötige Quorum von zwei Dritteln der vertretenen Stimmen wurde deutlich übertroffen.

Die Fremdverschuldung des Unternehmens war seit mehreren Jahren zu hoch, der Holding-Gesellschaft fehlte nötiges Kapital. Bereits seit längerem suchte die Poscom Ferien Holding AG deshalb einen Käufer für die ganze Holding. Der Entscheid an der ausserordentlichen Generalversammlung vom Dienstag macht den Weg nun frei, den Verkauf des Ferienvereins an Sami Al Angari bis Ende April 2018 zu besiegeln.

Mit dem saudischen Käufer sei ein Finanzinvestor gefunden worden, der alle Hotels sowie die bestehende Betreiberorganisation Ferienverein übernimmt und zusätzliche Investitionen in die Anlagen tätigen wird, schreibt der Ferienverein in einer Mitteilung vom Dienstagabend.

Dem Ergebnis seien intensive Verhandlungen mit dem Käufer und mit der Hauptgläubigerin Personalvorsorge des Kantons Zürich (BVK) vorausgegangen. Der Investor werde einen fairen, marktüblichen Preis bezahlen. Die BVK ihrerseits habe einem Forderungsverzicht zugestimmt und übernimmt im Liquidationsverfahren wie der Ferienverein die Hälfte des Garantierisikos. Alle Parteien hätten sehr engagiert gemeinsam daran gearbeitet, damit der Ferienverein integral erhalten bleibe, heisst es weiter.

Arbeitsplätze und Betriebe bleiben erhalten
Mit dem Ja der Aktionäre zum Verkauf, können die Hotels nicht nur weiter betrieben werden, sondern auch auf Investitionen hoffen. Ausserdem können über 500 Arbeitsplätze im In- und Ausland erhalten bleiben, wie die schweizerische Reiseorganisation weiter festhält.

Die Aktionärinnen und Aktionäre werden Mitglied eines neuen VIP-Clubs und erhalten einen höheren Status im Treueprogramm. Zudem sollen sie weiterhin von den bisherigen Vorteile profitieren können. Weiter haben sie Anspruch auf die Liquidationsdividende.

Zum Ferienverein gehören vier Hotels im Schweizer Alpenraum («Victoria-Lauberhorn» in Wengen, «Valaisia» in Crans-Montana, «Altein» in Arosa und «Schweizerhof» in Sils-Maria), je ein Resort in Italien und Spanien sowie einen Campingplatz in Spanien. Zur Gruppe gehört ausserdem ein Reisebüro in Bern. (htr/npa/og)

Sami Al Angari
Sami Al Angari, Jahrgang 1970, ist Bürger von Saudi-Arabien. Er ist verheiratet und fünffacher Vater. Seinen Abschluss als Elektroingenieur machte er an der King Fahd University. Hauptberuflich tätig ist Sami Al Angari als stellvertretender Vorsitzender und CEO der von seinem Vater 1975 gegründeten AlGihaz Holding. AlGihaz ist ein Industriekonglomerat, das verschiedene Unternehmen in den Bereichen Stromerzeugung, Energiedienstleistungen, Errichtung elektrischer Anlagen, Herstellung von Energieprodukten, Telekommunikationsnetze, Visualisierung und Immobilien umfasst. Der Kauf des Ferienvereins erfolgt nicht über die Firma, sondern ist ein Privat-Investment.
  
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