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geschäftsbericht
9.01.2017
Schweizer Jugendherbergen verzeichnen Logiernächte-Rückgang
Mit 723'951 Logiernächten erzielten die Schweizer Jugendherbergen (SJH) 2016 einen Umsatz von 46 Millionen Franken in den eigenen 46 Betrieben. Die Übernachtungszahlen sind dabei um 3,1 Prozent und der Umsatz um 1,3 Prozent zurückgegangen.

Die Herausforderungen waren 2016 – wie auch im Jahr zuvor – die Frankenstärke und die Sicherheitslage in Europa, teilten die Schweizer Jugendherbergen (SJH) am Montag mit. So ging die Zahl der Logiernächte der Gäste aus dem Euroraum um weitere 10,7 Prozent zurück. Auch die Zahl der Logiernächte der Gäste aus den Fernmärkten war rückläufig (Asien -10,2 Prozent, Australien -27,7 Prozent). Bei den Logiernächten der einheimischen Gäste wurde dagegen erneut ein leichter Zuwachs von 0,7 Prozent verzeichnet.

Die Einbussen aus den ausländischen Märkten konnten dadurch allerdings nicht aufgefangen werden, wie die SJH schreiben. Ein weiterer Grund für den Rückgang der Logiernächte sei die umbaubedingte Schliessung der Jugendherberge Bern Mitte November 2016. Die Anzahl der Logiernächte ging insgesamt um 3,1 Prozent zurück auf 723'951. Im Vorjahr waren es 746'988.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer konnte laut SJH gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden. Ihren Umsatz konnte die Non-Profit-Organisation annähernd auf Vorjahresniveau halten. Mit einem leichten Rückgang von 1,3 Prozent erwirtschaftete sie 2016 rund 46 Millionen Franken.

Grund für den verhältnismässig stabilen Umsatz sei eine positive Entwicklung bei Zusatzverkäufen, unter anderem im Bereich Mahlzeiten, wodurch die SJH mehr Umsatz pro Logiernacht erzielten. Für das Jahr 2017 sei man optimistisch und stelle bereits einen deutlichen Zuwachs der eingegangenen Buchungen fest.

Herkunftsländer der Gäste
Die wichtigsten drei Herkunftsländer der Gäste von SJH haben sich zum Vorjahr nicht verändert: Noch immer sind die Schweizer Gäste die grösste Gruppe. Trotz des attraktiven Eurokurses in den Nachbarländern ist der Anteil der Schweizer Gäste wie bereits in den letzten Jahren erneut gestiegen, um 2,6 Prozent-Punkte auf nun 66,5 Prozent. Die zweitgrösste Gruppe sind Gäste aus Deutschland, deren Anteil mit 8,5 Prozent etwa auf Vorjahresniveau blieb. Auf Platz drei folgt Südkorea mit 4,4 Prozent. Weitere wichtige Herkunftsländer sind nach wie vor die USA, Frankreich, Grossbritannien und China.

Erweitertes Angebot und Preisanpassungen sollen Attraktivität steigern
Die SJH setzten ihre Anstrengungen zur Erweiterung ihres Angebots im vergangenen Jahr fort: In Crans-Montana begannen die SJH mit dem Umbau eines ehemaligen Hotels in eine Jugendherberge, welche im Juni eröffnet werden soll. In Bern fiel der Startschuss für den Um- und Neubau der Hauptstadtjugendherberge. Und die Planungen für den Bau neuer Jugendherbergen im Verkehrshaus Luzern, im Schloss Burgdorf sowie in Neuchâtel werden weiter vorangetrieben, so die SJH.

Auch in den bestehenden Betrieben haben die SJH ihr Angebot erweitert. So wurde im letzten Jahr begonnen, die Betriebe mit kostenfreiem W-LAN zusätzlich auf dem Zimmer auszustatten. Der grosse Ausbau sei im laufenden Jahr geplant. Zudem haben die SJH eine neue Preis- und Angebotspolitik lanciert, welche die veränderten Bedürfnisse der Gäste besser bedienen soll. Für Mitglieder ab dem Rentenalter wurde eine neue, ermässigte Mitgliederkategorie eingeführt. Auch die Kinderpreise für Familien wurden gesenkt.

«Das Ergebnis des vergangenen Jahres und vor allem die Buchungszahlen für das laufende Jahr zeigen uns, dass wir die richtigen Schritte eingeleitet haben, um den gleichbleibend schwierigen Bedingungen zu begegnen», sagt Fredi Gmür, CEO der SJH. (htr/mma)

  
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