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auszeichnung
17.05.2018
Zwei Hotels gehören zu den besten Schweizer Arbeitgebern
Der Berner «Schweizerhof» und das Waldhotel National in Arosa gehören schweizweit zu den besten Arbeitgebern, wie die jährliche Befragung des Instituts Great Place to Work bei über 26'000 Mitarbeitenden ergeben hat. Am Mittwoch wurden die Auszeichnungen vergeben.

Zum 10. Mal zeichnete das Great Place to Work Institut die besten Arbeitgeber der Schweiz in den Kategorien kleinere, mittlere und grosse Organisationen sowie Gesundheits- und Sozialwesen aus. Das Ranking basiert auf einer Studie mit umfassenden Mitarbeitendenbefragungen und Kulturanalysen. Diese beiden Instrumente bilden die Basis für eine Messung und stetige Verbesserung der Arbeitsplatzkultur.

Im Rahmen dieser jährlich durchgeführten Studie hat «Great Place to Work» über 26'000 Mitarbeitende aus der Schweiz befragt. 150 Unternehmen stellten sich dem Vergleich mit den «Besten Arbeitgebern», legten ihre Personalprozesse offen und liessen ihre Mitarbeitenden anonym Rückmeldungen geben.

Erfreulicherweise konnten sich in diesem Jahr zwei Arbeitgeber aus der Hotellerie in der Kategorie mittelgrosse Unternehmen (50 bis 249 Mitarbeitende) gegen starke Konkurrenz durchsetzen und auszeichnen lassen.

Die Mitarbeitenden des Hotels Schweizerhof Bern & The Spa in Bern gaben ihrem Betrieb zu zentralen Arbeitsplatzthemen wie Vertrauen, Identifikation, Teamgeist, berufliche Entwicklung, Vergütung, Gesundheitsförderung und Work-Life-Balance gute Noten. Das 5-Sterne-Superior-Haus platzierte sich auf Rang 5 in der Liste «Beste Arbeitgeber der Schweiz 2018» und verbesserte sich gegenüber der Umfrage zum Vorjahr um 10 Prozent.

«Stillstand bedeutet Rückschritt. Tagtäglich überprüfen wir neue Strukturen und Verbesserungsmöglichkeiten. Kürzlich entwickelten wir ein Talent-Management System, das wir jetzt Schritt für Schritt implementieren. Die Mitarbeitenden müssen sich wohl und geschätzt fühlen, um zusammen Grosses zu erreichen. Ich bin sehr stolz auf dieses Ergebnis», freut sich Iris Flückiger, General Manager im Berner «Schweizerhof».

Über einen Platz in den Top 15 freuen darf sich auch das Waldhotel National in Arosa. Der Bündner 4-Sterne-Superior-Betrieb erreichte in diesem Jahr den 11. Rang unter den mittelgrossen Unternehmen. «Wir freuen uns riesig. Die Auszeichnung ist der Beweis für unsere Mitarbeiterförderung und Wertschätzung. So macht arbeiten ganz grosse Freude. Wir haben ein super Team», lacht Christian Zinn, Hoteldirektor des Waldhotels National Arosa. «Unser Engagement zahlt sich aus, so konnten wir für ein Hotel selten, unsere Personalfluktuation auf ein ganz tiefes Niveau senken».

Auswertungen der Studie 2018
Die Studienergebnisse zeigen, was die Grundlagen einer guten Arbeitsplatzkultur sind: Glaubwürdigkeit, Respekt und Wertschätzung, Fairness (auch bei der Vergütung) und Teamgeist. Ebenfalls sehr wichtig sind Stolz auf die Tätigkeit und das Unternehmen.

Bei der Wahrnehmung eines angemessenen Lohns zeigen sich in den Unternehmen grosse Unterschiede (79 % positive Wahrnehmung bei ausgezeichneten vs. 38 % bei nicht ausgezeichneten Organisationen). Laut den Studienleiter sei dabei auffällig, dass die empfundene Fairness und Perspektive wichtiger ist als die absolute Lohnhöhe. Hier erzielen auch Firmen ohne hohe Löhne oft eine bessere Wahrnehmung als Branchen mit hohen, aber unfair erlebten Löhnen.

Um Kreativität zu wecken, schnell auf Veränderungen reagieren zu können und Mitarbeitende für einen besonderen Einsatz zu begeistern, brauche es aber mehr, schreibt «Great Place to Work» in einer Mitteilung. Häufig unterschätzt würden dabei die Bedeutung der Sinnhaftigkeit und des Vertrauens im Unternehmen.

Dabei zeigten sich gerade diese Punkte als entscheidend für einen besonderen Einsatz der Mitarbeitenden. Es gelte die Mitarbeitenden bei Entscheidungen zu integrieren und gemeinsam soziale Verantwortung zu übernehmen. Den Mitarbeitenden sei es heute wichtiger, einen wertvollen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten.

Die weiteren Studienergebnisse zeigen beträchtliche Unterschiede zwischen ausgezeichneten Organisationen und dem Rest. Zum Beispiel liegt die Zustimmung zur Förderung der Work-Life-Balance bei ausgezeichneten Organisationen mit 77 Prozent deutlich höher als bei nicht ausgezeichneten mit nur 44 Prozent.

Die besten Arbeitgeber schaffen es zudem, die Erwartungen an das Unternehmen auch zu erfüllen. Nach mehr als zwei Dienstjahren bleibt die Zufriedenheit mit 81 Prozent recht stabil während nicht ausgezeichnete Arbeitgeber mehr und mehr Mitarbeitende enttäuschen (Zustimmung sinkt auf 65 Prozent).

Bei einer guten Arbeitsplatzkultur gelingt es zudem, dass Mitarbeitende (82 % Zufriedenheit) und Führungskräfte (84 % Zufriedenheit) an einem Strang ziehen und ihr Umfeld ähnlich positiv erleben. Wichtig hierfür sei es laut den Analysten, dass die Mitarbeitenden Ideen und Meinungen einbringen können ohne Sorge vor Fehlern haben zu müssen.

Bei nicht ausgezeichneten Organisationen zeigen sich hier häufig zwei gegeneinander arbeitende Gruppen mit grossen Unterschieden in der Zufriedenheit (63 % für Mitarbeitende vs. 82 % für Führungskräfte). (htr)


Zur Methodik Great Place to Work Schweiz befragte letztes Jahr weltweit über 200'000 Mitarbeitende. Über 26'000 Mitarbeitende aus der Schweiz beantworten anonym rund 58 Fragen zu unterschiedlichen Dimensionen der Arbeitsplatzkultur. Die dargestellten Prozentzahlen entsprechen der positiven Zustimmung zu einem Thema. Die Teilnahme am Wettbewerb ist für jede Organisation möglich. Für eine Auszeichnung braucht es 20 oder mehr Mitarbeitende und mindestens 7 von 10 Mitarbeitenden müssen das Unternehmen positiv beurteilen.

  
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