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arbeitsmarkt
9.02.2018
Entspannung am Arbeitsmarkt – trotz stagnierender Arbeitslosenquote
Die Lage am Arbeitsmarkt entspannt sich weiter. Die Arbeitslosenquote ist im Januar zwar auf 3,3 Prozent verharrt, im Vergleich zum Vorjahresmonat ging die Zahl der Arbeitslosen aber um 9,3 Prozent zurück.

Die Zahl der Arbeitslosen ging in diesem Jahr – verglichen zum Vorjahr – zurück. Das bestätige den rückläufigen Trend bei den Arbeitslosenzahlen, der seit 2016 zu beobachten sei, sagte Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), am Freitagmorgen in einer Telefonkonferenz.

Grund für die Entspannung sind laut Zürcher unter anderem anhaltend gute Wachstumsraten beim Bruttoinlandprodukt sowie eine günstige Konjunktur im europäischen und internationalen Umfeld. Die Zuwanderung sei zudem aktuell moderat, weshalb freie Stellen offenbar eher mit Arbeitslosen besetzt würden.

Mehr Junge haben Arbeit
149'161 Arbeitslose waren Ende Januar bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren eingeschrieben, wie das Seco mitteilte. Das waren 1,7 Prozent mehr als noch im Dezember, allerdings 9,3 Prozent weniger als im Januar 2017. Besonders die Zahl der jungen Menschen ohne Arbeit ging gegenüber dem letztjährigen Januar zurück, nämlich um 16,4 Prozent. Bei den über 50-jährigen Arbeitslosen war der Rückgang mit 4,7 Prozent weniger markant.

In den Kantonen Waadt, Wallis und Tessin seien im Januar mehr Arbeitslose registriert worden als anderswo, sagte Zürcher. Dort habe sich der Effekt der Wintersaison gezeigt: Dann arbeiten besonders im Gastronomiegewerbe und auf dem Bau weniger Menschen.

Hohe Quote, hohe Dynamik
Vom Sommer zum Winter verdopple sich die Arbeitslosenquote in diesen Branchen beinahe. Die vergleichsweise hohe Arbeitslosenquote liege aber nicht nur daran, dass es im Winter weniger zu tun gebe. In diesen Branchen gebe es meist kleine Betriebe ohne grosse Aufstiegsmöglichkeiten, weshalb Menschen öfter die Stelle wechselten. Auch sei die Eintrittsschwelle tief: Gerade im Service arbeiteten viele Unqualifizierte, Jugendliche oder Ausländerinnen und Ausländer. Auch Stellensuchende, welche sich keiner klaren Branche zuordnen liessen oder die Branche wechseln wollten, meldeten sich häufig im Gastronomiegewerbe arbeitslos.

Neben einer hohen Arbeitslosenquote gebe es aber auch eine hohe Dynamik in diesen Branchen: Die Arbeitslosenämter registrieren zwar viele Eintritte, aber auch viele Austritte. Trotz Saisoneffekt und einer vergleichsweise hohen Arbeitslosenquote - auch im Bau- und Gastronomiegewerbe geht die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr zurück. Das sei sehr erfreulich und deute auf ein breit abgestütztes Wirtschaftswachstum, sagte Zürcher. (sda/og)

  
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