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bildung
17.11.2017
Staat knausert bei der Bildung nicht
Von Sparwut bei der Bildung kann nicht die Rede sein. 2015 gaben Bund, Kantone und Gemeinden 36,7 Milliarden Franken für Unterricht und Forschung aus. Das sind gut 800 Millionen mehr als ein Jahr zuvor.

Teuerungsbereinigt stiegen die öffentlichen Bildungsausgaben innert Jahresfrist um 3,5 Prozent. Sie wuchsen damit fast drei Mal so stark wie das Bruttoinlandprodukt (BIP) und in etwa im Gleichschritt mit den gesamten Staatsausgaben, wie aus den am Freitag vom Bundesamt für Statistik (BFS) publizierten Zahlen hervorgeht.

Zehn Jahre zuvor gab die öffentliche Hand noch rund 9 Milliarden Franken weniger für den Bildungssektor aus. Real beträgt die Steigerung seit 2005 mehr als ein Viertel (27,5 Prozent). Wichtigster Grund für den Kostenschub sind nicht die gestiegenen Schülerzahlen, sondern die höheren Ausgaben pro Person in Ausbildung.

Der Anteil der Bildungsausgaben an den gesamten öffentlichen Ausgaben stieg im selben Zeitraum von 15,5 auf 17,2 Prozent. Er ist damit nach der sozialen Sicherheit (40 Prozent) der zweitgrösste Posten in den Budgets der öffentlichen Hand.

Kantone tragen Hauptlast
Mit 23 Milliarden Franken trugen die Kantone 2015 nahezu zwei Drittel aller Bildungsausgaben. Ein gutes Viertel wurde von den Gemeinden übernommen, knapp 10 Prozent vom Bund.

Die obligatorische Schule und die Sonderschulen beanspruchen zusammen die Hälfte der Gesamtkosten. Ein gutes Fünftel entfällt auf die Hochschulen und je ein Zehntel auf die Forschung und die berufliche Grundbildung. Über alle Stufen hinweg werden zwei Drittel der Mittel für die Besoldung der Lehrkräfte verwendet. (sda)

  
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