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textilreinigung
30.06.2017
Textilpflegebranche wandelt sich
Es gibt kaum offiziellen Zahlen zur Textilpflegebranche und Schätzungen gibt der Branchenverband keine ab. Rückschlüsse auf die Entwicklung von Textilreinigungen und Wäschereien in der Schweiz lassen lediglich Angaben des Bundesamtes für Statistik (BFS) zu.

Ein Blick auf die aktuelle BFS-Statistik zeigt eine entgegengesetzte Entwicklung bei Textilreinigungen und Wäschereien. In den letzten gut 20 Jahren (1995 bis 2014) ist die Zahl der Beschäftigten (in Vollzeitäquivalent) bei den Textilreinigungen um ein Viertel auf rund 1800 gesunken. Im gleichen Zeitraum schrumpfte auch die Zahl der Betriebe um über ein Fünftel auf 630. Die Betriebsgrösse veränderte sich kaum. Über 95 Prozent der Textilreinigungen zählen 10 oder weniger Mitarbeitende.

Die wirtschaftliche Lage der Textilreinigungsbetriebe in der Schweiz ist in den letzten Jahren schwieriger geworden, wie es beim Verband Textilpflege Schweiz (VTS) heisst. Die Margen würden immer kleiner und die Preise gingen wie im Detailhandel zurück. Die Qualitätsansprüche der Kunden seien jedoch nicht weniger geworden.

Deshalb kämpften einige Betriebe heute ums Überleben und versuchten, Effizienzgewinne zu realisieren, indem sie die Verarbeitung der Wäsche zentralisierten.

Ganz anders sieht es bei den Wäschereien aus. Seit 1995 hat deren Zahl um 70 Prozent auf 460 zugenommen. Der Grund dafür ist laut dem Verband Textilpflege Schweiz (VTS), dass ehemals reine Textilreinigungen heute auch Wäsche waschen und sich folglich als Wäschereien verstehen. Deutlich erhöhte sich dadurch auch die Zahl der Wäscherei-Mitarbeitenden, nämlich um 60 Prozent auf 4000. Rund 85 Prozent der Wäschereien beschäftigen 10 oder weniger Mitarbeitende. Weitere 10 Prozent der Firmen haben zwischen 10 und 50 Beschäftigte.

Industriellen Wäschereien in der Schweiz setzen laut Kaspar Kellerhals, Geschäftsführer von Inotex Bern, pro Jahr rund 400 Millionen Franken um. Andreas Holzer, CEO von Bardusch Schweiz, schätzt diesen Umsatz deutlich höher, nämlich auf 500 bis 600 Millionen Franken. (sda)

  
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