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unwetterschäden
11.01.2018
Zermatter Hoteliers und Gäste rücken zusammen
Wegen drohender Lawinengefahr waren mehrere Oberwalliser Ferienorte weitgehend von der Aussenwelt abgesperrt. Allein in Zermatt steckten rund 13'000 Touristen fest. Dabei entstehen den Gästen unfreiwillig höhere Hotelkosten. Die Zermatter Hoteliers wissen aber wie sie die Gäste bei Laune halten können.

Am Dienstag galt im Wallis immer noch die höchste Lawinen-Gefahrenstufe 5. Am Mittwoch stufte das Schnee- und Lawinenforschungsinstitut (SLF) die Gefahr auf 4 zurück. Die Lage scheint sich auch aufgrund des besseren Wetters zu entspannen. Die wegen Lawinengefahr geschlossenen Bahnlinie und Zufahrtsstrassen sollten laut Walliser Polizei nach gezielten künstlich ausgelösten Lawinenniedergängen wieder geöffnet werden.

In solchen Situationen, muss ein Hotelgast für die unfreiwillige Verlängerung seines Aufenthalts und die zusätzlich anfallenden Kosten selber aufkommen. In Zermatt, wo rund 13'000 Touristen feststeckten, sei die Stimmung jedoch entspannt, wie Sebastian Metry, Präsident des Hotelier Vereins Zermatt, auf Anfrage von htr.ch sagt. Die Gäste hätten sich damit abgefunden und stattdessen die aussergewöhnliche Winterstimmung genossen oder die Wellness- und Shopping-Angebote genutzt. «Solange die Infrastruktur und die Nahrungsversorgung funktioniert, gibt es keine Panik», so Metry und fügt mit einem Augenzwinkern hinzu «und zu trinken gibt's bei uns immer etwas...»

Dem Hoteliers ist es recht, wenn seine Zimmer gebucht sind. Dennoch will er als guter Gastgeber seine Gäste in solchen Ausnahmefällen bei Laune halten. Es passiere auch alle Jahre, dass Zermatt eingeschneit werde. «Die Hoteliers sind sich das schon fast gewohnt», weshalb sie wüssten, wie mit den Gästen umzugehen. Man rücke auch näher zusammen und könne die Gästebindung dabei fördern.

Die Hoteliers würden über die Gemeinde und Tourismusbüros gut informiert und auf dem Laufenden gehalten, so dass sie auch die Gäste updaten können. Individuell würden Apéros spendiert oder auch Rabatte und eine Preisreduktion auf der Übernachtung angeboten.

In wenigen Fällen muss der Hotelier dennoch mit Ertragseinbussen rechnen, wenn der Gast nicht abreisen oder anreisen kann. Mit einem Mailing hat hotelleriesuisse seine Mitgliederbetriebe in Zermatt über die Konsequenzen auf den Gastaufnahmevertrag aus Gründen höherer Gewalt informiert. (htr/npa)

 

  
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