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6.03.2017
Altmeister verlassen das «Gstaad Palace»
Über 40 Jahre lang haben der Executive Chef Peter Wyss und der Chef de Cuisine Hugo Weibel das 5-Sterne-Superior-Hotel Gstaad Palace mit ihrer kulinarischen Handschrift geprägt. Nun tritt Franz W. Faeh als neuer Executive Chef in ihre Fussstapfen.

Vor 46 Jahren – noch unter der Ägide von Ernst Andrea Scherz – legte der junge Peter Wyss als Commis Saucier in der Wintersaison 1971/72 los. 1984 übernahm er den Posten des Executive Chef im «Palace».

Peter Wyss, der in den frühen 1970er-Jahren eigentlich ein eigenes italienisches Restaurant in Delhi eröffnen wollte, hat die exotische Küchenwelt nach Gstaad gebracht. Der heute 67-Jährige hat zusammen mit seinem treuen Pendant Hugo Weibel eine klassisch-raffinierte Handschrift für die drei Restaurants des «Palace» entwickelt.

Weibel startete ebenfalls als Commis Saucier im Jahre 1976 und ist seit 1987 Küchenchef. Nun verlässt das eingespielte Duo das Haus. Für exklusive Caterings für Stammgäste stehe es aber auf Anfrage auch fortan zur Verfügung, wie es in einer Mitteilung heisst.

«Eine grosse Ära endet: Peter Wyss und Hugo Weibel sind ein Glücksfall für unser Haus – wo findet man heutzutage noch so treue und passionierte Wegbegleiter. Wir, alle Gäste, haben ihnen unendlich viel zu verdanken, kulinarisch wie auch menschlich», so Andrea Scherz, Besitzer und General Manager des «Gstaad Palace» in dritter Generation.

Seit dieser Wintersaison hat nun Franz W. Faeh als Executive Chef das Zepter in der Hand; auch er ist kein Unbekannter in Gstaad. Der gebürtige Saaner hat von 1978 bis 1981 seine Lehre im «Palace» absolviert. Dann zog es ihn ins Ausland – primär nach Asien, wo er 16 Jahre für die Regent-Gruppe in Hongkong, Jakarta sowie Bangkok tätig war und dort unter anderem regelmässig für die thailändische Königsfamilie kochte.

Die Leichtigkeit und Raffinesse der asiatischen Küche – insbesondere jener aus Thailand, wo der heute 56-Jährige am nachhaltigsten inspiriert wurde – lässt er nun in seine Kreationen einfliessen, die er mit einer 55-köpfigen Küchenbrigade kontinuierlich zu einer bekömmlich-modernen Interpretation der «Palace»-Klassiker weiterentwickelt.

Seine Menüs sind sehr international zusammengesetzt, die Rezepturen und Zutaten sind leichter geworden und die Präsentation verspielter als in der Vergangenheit. «Wir wollen Evolution, nicht Revolution. Wir pflegen, wie bereits unter Peter Wyss, den wahren Goût in den Vordergrund zu stellen. Kreativität ist dabei nie Selbstzweck, sondern dient immer dem ganzheitlichen Geschmackserlebnis», hält Franz W. Faeh fest, der vor seiner Rückkehr nach Gstaad das «Vieux Manoir» in Murten geführt hat. (htr/og)

  
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